Kultur Musik

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Jörg Paul Weber und Ludwig Sebus präsentierten das Werk

„Kölsche Heimat“ bringt Liebe, Leid un ander Hätzenssache

Kreissparkasse präsentiert die sechste Auflage der beliebten CD.

Köln | Die Liebe hat im kölschen Liedgut keine lange Tradition, auch wenn die aktuelle Musik aus Köln das Thema immer wieder gerne aufnimmt. Bei der sechsten Ausgabe der „Kölschen Heimat“, das als Album von der Kreissparkasse herausgegeben wird, lautet der Titel trotzdem „Vun Liebe, Leid un ander Hätzenssache“.

Dabei hat der künstlerische Leiter der Produktion, Helmut Frangenberg, alte Schätze wie das Gedicht von „Jan un Griet“ von Carl Cramer aus dem Jahr 1837 gefunden, das erstmals von Peggy Sugarhill & Rockemarieche modern musikalisch in Szene gesetzt und mit einem Refrain versehen wurde. „Es war für mich schon eine Herausforderung, aus den 16 Strophen dieses alten Werks ein Lied zu machen und die so schöne wie auch traurige Geschichte in einem fetzigen Gewand zu präsentieren“, berichtet Peggy Sugarhill.

Ludwig Sebus und JP Weber haben sich dem Lied „Eu-Eu-Eugenie“ von Willi Ostermann angenommen, das es bislang nur als Trichteraufnahme auf einer krächzenden Schellackplatte gab. Aufgenommen wurde das Stück sowohl in Sebus Arbeitszimmer in Ossendorf als auch bei Weber in der Altstadt. „Das ist ein wirklich lustiges Liebeslied und es hat uns viel Spaß gemacht, es neu aufzunehmen“, sagt JP Weber. Beide Musiker wollen den Erlös den Technikern weitergeben, die jetzt in der Krise kein Geld verdienen können. Der dritte alte Schatz ist „Hä un itt“, das von Günter Schwanenberg zu Gehör gebracht wird.

Weitere Stücke auf der 17 Lieder umfassenden CD gibt es von den Bläck Fööss, Björn Heuser & Julia Hoeger, Lupo, Cat Ballou und der Veedel-Band, die den Klassiker „En unserem Veedel“ als kölschen Corona-Song aufgenommen hat. Mit dabei ist auch die DSDS-Gewinnerin Elli Erl mit Tina van Wickeren und dem „Himmel üvver Kölle“. Insgesamt 14 der 17 Künstler, so auch Musiklegende Ludwig Sebus, sind erstmals beim Projekt „Kölsche Heimat“ dabei.

Präsentiert wurde die „Kölsche Heimat“ in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht wie sonst üblich bei einer großen Feier in der Schalterhalle in der Zentrale am Neumarkt, die gerne schon mal als der „kleine Gürzenich“ geadelt wird. In der „Kölschen Stube“ wurde das Werk der Presse vorgestellt. „Wir haben auch in der Krise nicht gezögert, eine Neuauflage der Kölschen Heimat zu machen. Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen und das musikalisch, kulturelle Feld in einem positiven Sinne zu besetzen. Jetzt hat man die Chance, die neuen Lieder viel intensiver zu hören“, sagt der Vorstandsvorsitzende Alexander Wüerst.

Die „Kölsche Heimat“ kann online heruntergeladen werden. Kreissparkassenkunden zahlen fünf, Nicht-Kunden 8,99 Euro. Der Erlös geht an die Künstler und Techniker.

www.koelscheheimat.de

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