Kultur Musik

Neil Young: "Musik ist von Tech-Konzernen kastriert worden"

Berlin | Die kanadische Rock-Legende Neil Young ("Heart Of Gold", "Rockin` In The Free World") hat IT-Giganten wie Apple und Streamingdiensten wie Spotify vorgeworfen, Musik durch schlechte Klangqualität zu ruinieren.

"Die Musik ist von monopolitischen Tech-Konzernen kastriert worden", sagte Young der "Welt am Sonntag", "ich kann mir meine Songs nicht auf Spotify anhören, das macht mich verrückt. Höre ich mir das an, denke ich sofort: Das ist doch nicht der Song, den ich aufgenommen habe. Die Leute sollten sich so einen Scheiß nicht anhören müssen." Im vergangenen Jahr hat Young auf seine Weise auf diese Situation reagiert, als er sein gesamtes musikalisches Werk als vorerst kostenlosen Stream auf seiner Website bereitstellte - in weitaus besserer Klangqualität als die Konkurrenz. "Es klingt komplett anders, als alles andere, was den Leuten von Spotify oder Apple Music verkauft wird - das ist alles Mist, Schrott, absoluter Müll. Denn die dort verfügbaren MP3-Files rekonstruieren gerade mal fünf Prozent der ursprünglichen Klangqualität. Das ist ein Verbrechen gegen die Kunst", sagte der 72-Jährige der Zeitung, "deshalb habe ich mein eigenes Streamingformat entwickelt. Ich wollte zeigen: Wenn ein 72-jähriger kanadischer Hippie das schafft, könnten das doch auch große Konzerne machen."

Young äußerte sich in dem Zusammenhang auch darüber, dass Streamingdienste, soziale Netzwerke und andere Ausprägungen der digitalen Welt die Musik in den Hintergrund gedrängt hätten. "Die junge Generation wird heute von Facebook und Google geprägt. Beides ist heute so populär wie damals die Musik. Mehr Gemeinsamkeiten gibt es aber nicht", sagte er der "Welt am Sonntag". "denn im Gegensatz zur Musik haben Facebook und Google keine Seele, die von ihnen eingesetzten Algorithmen arbeiten gegen die Menschheit."

Zurück zur Rubrik Musik

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Musik

Baden-Baden | Azet & Zuna stehen an der Spitze der offiziellen deutschen Album-Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit. Das Album "Super Plus" der beiden Rapper stieg direkt auf den ersten Platz der Hitliste ein, gefolgt vom Neueinsteiger "Dorfdisko" von Finch Asozial.

Los Angeles | Der Rockgitarrist Slash hat ein neues Album der Hard-Rock-Band Guns N` Roses in Aussicht gestellt, mit der er 2016 nach fast zwei Jahrzehnten Trennung eine Reunion-Tournee gespielt hatte. "Im Moment gibt es sehr viele Aktivitäten, die darauf ausgerichtet sind", sagte der Rockmusiker der "Welt am Sonntag". Der Fokus sei klar darauf ausgelegt.

Chicago | Der US-Musiker R. Kelly wird im US-Bundesstaat Illinois wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt. Das berichteten US-Medien am Freitag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Chicago. Es soll um zehn Fälle gehen.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

KARNEVAL NACHRICHTEN

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >