Kultur Musik

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Zweifellos der optische Höhepunkt: Nach der Pause spielte Thomas Forschbach Robbie Williams' "Feel" kopfüber von der Decke hängend auf dem Flügel.

Premiere der Ostergala überzeugt mit buntem Abendprogramm

Köln | Den Sprung auf die große Bühne hat Thomas Forschbach, Barpianist des Kölner Maritim Hotels, bravourös gemeistert. Bei der Premiere der Ostergala „Thomas Forschbach & Friends“ am vergangenen Sonntag überzeugten die Künstler auf der ganzen Linie und boten dem Publikum ein buntes und abwechslungsreiches Abendprogramm: Von Frank Sinatra über Lady Gaga bis hin zu den Höhnern war alles dabei.

Die Zuschauerränge des Saals Maritim waren gut gefüllt und die Bühne auch. Auf der linken Seite war die ehemalige Band von Lena Meyer-Landrut positioniert, rechts das Ensemble des Neuen Rheinischen Kammerorchesters unter der Leitung von Christopher Kirsch. Dazwischen und stilecht vor der Kulisse einer Bar saß Thomas Forschbach am Flügel und führte musikalisch durch den Abend.

Abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm mit Showeinlage

Zu den ersten Liedern gehörte der Frank-Sinatra-Klassiker „New York, New York“, vor dem Forschbach erst einmal ein Glas Bourbon Whiskey trank, um für die richtige Reibeisenstimmer zu sorgen. So wurde gleich zu Beginn klar: Hier wird mehr geboten, als ein reines Musikprogramm; „Forschbach & Friends“ möchte in erster Linie unterhalten. Und das taten die Künstler dann auch, beispielsweise mit opulenten Showeinlagen bei Abbas „Dancing Queen“ oder der kompletten Abschlussszene von Dirty Dancing zu „Time Of My Life“. Besonders gut kam beim Publikum an, als Forschbach wie Udo Jürgens im Bademanten den Refrain von „Ich war noch niemals in New York“ auf Kölsch zum Besten gab und verkündete, er sei noch niemals in „kapotten Jeans“ durch die Straßen San Fanciscos gelaufen. Der unbestrittene optische Höhepunkt war jedoch, als sich der Pianist nach der Pause von der Decke abseilen ließ und kopfüber den Robbie-Williams-Hit „Feel“ auf dem Flügel performte.

Musikalische Höhepunkte

Auch musikalisch konnten die Künstler überzeugen. So stellte Thomas Forschbach sein Talent als Barpianist unter Beweis, als er spontan Wünsche aus dem Publikum spielte. Dabei machte er einer 89-jährigen Dame eine besondere Freude, als er eigens für sie den Casablanca-Klassiker „As Time Goes By“ anstimmte. Dafür wurde er dann auch als Dank herzlich gedrückt. Das Orchester konnte dagegen besonders bei „Viva Colonia“ sein ganzes Können zeigen – denn wer es schafft, einen Karnevalshit wie „Peter und der Wolf“ klingen zu lassen, der ist wirklich gut. Von den Sängerinnen stach besonders Gim Killian hervor, die im roten Abendkleid mit „Over the Rainbow“ erst Judy Garland, dann den Hawaiianischen Sänger Israel „Iz“ Kamakawiwo'ole wiederaufleben ließ. Dennoch war es zweifellos der Tenor Ferdinand Hoffmann, der für die wirklichen Gala-Momente des Abends sorgte: So im Duett mit Sarah Weber („The Prayer“) und Thomas Forschbach selbst („Caruso“), aber insbesondere solo, als er mit der Opernarie „Nessun Dorma“ – dem einizigen Lied des Abends mit reiner Orchester-Begleitung -, Paul Potts klar in den Schatten stellte. Dafür gab es dann auch Standing Ovations vom Publikum.

Die Premiere der Ostergala „Thomas Forschbach & Friends“ hat wirklich gehalten, was versprochen worden war, und mit einem kurzweiligen Unterhaltungsprogramm und hochmusikalischen Darbietungen für gute Stimmung gesorgt. Daran waren auch maßgeblich die unverbrauchten Gesichter der Künstler beteiligt, auf denen sich noch echte Freude über ihre Auftritte widerspiegelte. Sollte sich das Niveau der Ostergala in Zukunft halten können, könnte sie sich durchaus zu einer jährlichen Institution entwickeln.

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