Köln | Die Kölnerinnen und Kölner wählen schon per Brief- oder in Form der Direktwahl in der Stichwahl die beiden verbleibenden OB-Kandidatin Reker, parteilos, und Kossiski, SPD. Am 27. September geht es dann an die Urne. Volt und Linke geben keine Empfehlung ab und Gut empfiehlt die Lektüre einer ellenlangen Wahlprüfsteinliste.

Das sagt die Linke

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Angelika Link-Wilden, Sprecherin der Linken. Köln, zum Beschluss der gestrigen Kreismitgliederversammlung: „Dass die Linke Köln bei der Stichwahl zur Wahl des künftigen Stadtoberhaupts zur Wahl von Henriette Reker aufrufen könnte, stand nicht zur Diskussion. Dafür sind die inhaltlichen Differenzen zu groß und dafür ist unsere Kritik an ihrer bisherigen Amtsführung zu groß.“ Gleichzeitig will die Linke aber auch keine Wahlempfehlung für den SPD-Kandidaten Kossiski abgeben. Die Partei habe die programmatischen Übereinstimmungen und Differenzen abgewogen. Am 18. September habe ein Gespräch zwischen SPD und der Kölner Linken gegeben. Zu diesem Gespräch schreibt die Linke: „Den Ausschlag für den Verzicht auf eine Wahlempfehlung für Kossiski gab das (vorläufige) Festhalten der SPD am U-Bahn-Tunnel auf der Ost-West-Achse und die fehlende Bereitschaft der SPD, die Rhein-Energie – im Sinne des Bürgerbegehrens – auf Klimaneutralität bis 2030 festzulegen.“

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Das teilt Volt mit

In einer Mitteilung von Volt heißt es: „Am Montag sprach sich das Kölner Volt Team mit 85 Prozent der Stimmen gegen eine eindeutige Unterstützung einer der beiden Kandidat*innen aus. Im Vorfeld hatten sich sowohl Frau Reker als auch Herr Kossiski in zwei getrennten Terminen den Fragen der Mitglieder gestellt.“ Volt spricht davon, dass es mit beiden Kandidaten jeweils inhaltliche Schnittmengen gab.

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Die Wählergruppe Gut, die mit zwei Sitzen im Kölner Stadtrat vertreten sein wird, schickte den Kandidaten eine Liste mit Wahlprüfsteinen. Diese lange Liste kann auf der Website von Gut nachgelesen werden. Eine Empfehlung gibt die Gruppe nicht ab.

Autor: red

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