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Corona-Neuinfektionszahlen in Deutschland deutlich gestiegen

Berlin | Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist wieder deutlich angestiegen. Auf Basis von Abfragen bei den 401 kreisfreien Städten und Landkreisen wurden bis Freitagmorgen rund 190.500 Infektionen registriert, über 800 mehr als am Vortag. Das Robert-Koch-Institut verzeichnete 770 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden.
Damit stieg auch die Reproduktionszahl wieder deutlich an. Der sogenannte "7-Tage-R-Wert" legte zu auf einen Wert von etwa 1,1.

Damit steckt statistisch gesehen jeder Infizierte mehr als eine weitere Person an. Dabei dürfte allerdings das Geschehen im Kreis Gütersloh eine große Rolle spielen: Hier stiegt die Zahl an Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner aufgrund des Ausbruchs in einem Fleischbetrieb auf 94,2 und damit auf fast das doppelte des Grenzwertes.

Auch im benachbarten Kreis Warendorf war der entsprechende Wert mit 27,4 deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 3,5 Neuinfektionen je Woche und 100.000 Einwohner. Auch in Magdeburg (31,0) und im Landkreis Verden (39,5) waren die Neuinfektionszahlen deutlich erhöht. Die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 auf einer Intensivstation behandelt werden, sank allerdings kontinuierlich weiter auf 400 am Freitagmorgen. Das ist der niedrigste Wert, seit alle Krankenhäuser die Zahlen melden müssen.

NRW-SPD fordert kostenfreie Massentests im Kreis Gütersloh

Der Chef der SPD-Landtagsfraktion in NRW, Thomas Kutschaty, hat das Unternehmen Tönnies und die Landesregierung scharf kritisiert. "Es ist unglaublich, dass jetzt Kinder und Eltern für diese Verfehlungen büßen müssen", sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post". Kitas und Schulen zu schließen, weil bei Tönnies "unhaltbare Zustände" herrschten, zeige, dass die Landesregierung viel zu lange weggeschaut habe.

Den Preis zahlten die Kinder. "Ich erwarte jetzt, dass im Kreis umfangreich und engmaschig getestet wird - und zwar kostenlos für jeden, der auch nur im entferntesten Kontakt hatte." Da gehe es um Stunden.

Kutschaty forderte zudem weitere Maßnahmen für den Fall, dass die Zahl der Infizierten deutlich steige. "Sollte der Wert von 50 Neuinfizierten innerhalb von einer Woche pro 100.000 Einwohner überschritten werden, muss Herr Laschet mir erklären, warum es keinen Lockdown gibt. Denn er hat diese Regelung mit Frau Merkel vereinbart."

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