Panorama Deutschland Nachrichten

pille_pixa_04082021

Symbolbild

Erstmals seit 10 Jahren wieder mehr Verordnungen der "Pille"

Berlin | Der Anteil von Mädchen und jungen Frauen, die mit der Pille verhüten, ist im vergangenen Jahr erstmals seit zehn Jahren wieder angestiegen.

Das teilte die AOK am Mittwoch mit. Der Verordnungsanteil lag bei den gesetzlich versicherten Mädchen und Frauen im Jahr 2020 bei 35 Prozent und stieg damit um etwa drei Prozent gegenüber dem bisherigen historischen Tiefststand von 2019. Die Ursache für den Anstieg sei wohl darauf zurückzuführen, dass die Altersgrenze für die Erstattung von empfängnisverhütenden Medikamenten im Jahr 2019 von 20 auf 22 Jahre angehoben wurde, sagte Eike Eymers, Ärztin im Stab Medizin des AOK-Bundesverbandes.

Der Höchststand der Verordnungen war 2010 mit 46 Prozent erreicht worden. In den folgenden zehn Jahren waren die Zahlen dann kontinuierlich gesunken. Sorge bereitet den Experten der unverändert hohe Anteil der Präparate mit einem höheren Risiko für die Bildung von Thrombosen und Embolien.

Laut der aktuellen Auswertung liegt der Anteil der risikoreicheren Präparate bei 52 Prozent und ist damit gegenüber dem Wert von 2019 (54 Prozent) nur leicht gesunken. "Nach wie vor erhalten mehr als die Hälfte der Mädchen und jungen Frauen Wirkstoffe mit einem erhöhten oder unklaren Risiko für die Bildung von venösen Thromboembolien", sagte Eymers. Dabei gebe es Alternativen.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hatten die Ärzte zuletzt im Juni 2021 im "Bulletin zur Arzneimittelsicherheit" aufgefordert, bei der Beratung und Anwendung vor allem Präparate mit dem geringsten Risiko für venöse Thromboembolien zu berücksichtigen. Die Pille zur Verhütung ist in Deutschland vor 60 Jahren eingeführt worden. Sie wird in Deutschland von den gesetzlichen Krankenkassen seit Ende Juli 2019 für Mädchen und Frauen bis zum vollendeten 22. Lebensjahr erstattet.

Vorher hatte die Erstattungsgrenze beim vollendeten 20. Lebensjahr gelegen.

Zurück zur Rubrik Deutschland Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Deutschland Nachrichten

handschellen_05032016

Wiesbaden | Die deutsche Polizei hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Ermittlungsverfahren im Bereich Menschenhandel geführt als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus dem "Bundeslagebild Menschenhandel und Ausbeutung" hervor, welches am Dienstag vom Bundeskriminalamt (BKA) vorgestellt wurde. 2020 wurden demnach 465 Verfahren abgeschlossen, eine Zunahme um 22,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

hbf01

Karlsruhe | Im Prozess um den Mordanschlag auf eine Mutter und ihren Sohn im Frankfurter Hauptbahnhof hat der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil des Landgerichts bestätigt. Die Revision des Beschuldigten sei als unbegründet und eine Revision der Nebenklägerin als unzulässig verworfen worden, teilte der BGH am Montag mit. Damit ist das Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main rechtskräftig.

japan_pixa_24092021

Berlin | Das Robert-Koch-Institut (RKI) ändert die Liste der Hochrisikogebiete. Äthiopien, Burundi, St. Vincent und die Grenadinen, Slowenien sowie das französische Überseegebiet Neukaledonien sind ab Sonntag neu in dieser Kategorie. Japan, Senegal, sowie die französische Region Provence-Alpes-Côte d`Azur wurden hingegen wegen gesunkenen Risikos herabgestuft.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >