Panorama Deutschland Nachrichten

Rößner will Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Berlin | Die Medienexpertin der Grünen-Bundestagsfraktion, Tabea Rößner, hat sich angesichts der Debatte über einen höheren Rundfunkbeitrag für eine umfassende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ausgesprochen. "Daher schlage ich die Einsetzung einer unabhängigen Expertenkommission vor, die der Länder-Rundfunkkommission auf Basis einer breiten gesellschaftlichen Diskussion Vorschläge für die zeitgemäße Fortentwicklung des Auftrags der Rundfunkanstalten unterbreiten soll", schreibt Rößner in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt". Sachverständige könnten am ehesten die Fragen beantworten, "welche Leistung der öffentlich-rechtliche Rundfunk in einer durch Desinformation, Missbrauch und Manipulation gefährdeten digitalen Welt erbringen muss und welche Altangebote nicht mehr zeitgemäß und verzichtbar sind."

Eine Expertenkommission sei "im Moment die einzige Möglichkeit, Bewegung in die verfahrene Situation zu bringen und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk endlich einen zukunftstauglichen Auftrag zu erteilen", schreibt die Grünen-Politikerin weiter. Konstruktive Vorschläge seien notwendig. "Es reicht nicht, prinzipiell richtige Zielvorstellungen zu formulieren und dann die Hindernisse ihrer Umsetzung zu beschreiben", so Rößner.

Das habe "keine kathartische Wirkung, es kommt einer Kapitulation gleich". Die Politik müsse vielmehr Wege beschreiben, auf denen das Ziel erreicht werden kann. Die aktuelle Debatte über den Rundfunkbeitrag zeigt aus Sicht Rößners das "Unvermögen", sich einer Reform wirklich anzunehmen.

"So umschiffen die verantwortlichen Länderchefs die Frage, wie genau der öffentlich-rechtliche Auftrag in Zeiten der Digitalisierung aussehen und wie er an die veränderten Nutzungsbedingungen und berechtigten Nutzererwartungen angepasst werden muss", schreibt die Medienexpertin weiter. Wichtig sei etwa die Frage, wie der freie Meinungsbildungsprozess im Netz gewährleistet, die Gefahr von Missbrauch und Manipulation gebannt und intransparenten Selektionsprozessen von Plattformen wie Facebook und Youtube entgegengewirkt werden könnten. "Gerade diese Herausforderungen machen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk unverzichtbar, und dafür braucht es eine Weiterentwicklung zu einer öffentlich-rechtlichen Plattform", so Rößner.

Zurück zur Rubrik Deutschland Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Deutschland Nachrichten

Offenbach | Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat vor extrem starkem Schneefall mit Schneeverwehungen in den Alpen und vor starken Schneeverwehungen im Erzgebirge und im Bayerischen Wald gewarnt. Betroffen seien Teile der Bundesländer Bayern und Sachsen, teilte der DWD am Samstag mit. Es bestehe die Gefahr, dass Bäume unter der Schneelast zusammenbrechen könnten.

Lottozahlen vom Mittwoch (09.01.2019)

Saarbrücken | In der Mittwochs-Ausspielung von "6 aus 49" des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 7, 8, 14, 22, 29, 44, die Superzahl ist die 7. Der Gewinnzahlenblock im "Spiel77" lautet 0236325. Im Spiel "Super 6" wurde der Zahlenblock 941924 gezogen. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

hacker_pixabay_08012018

Wiesbaden | Nach dem Daten-Leak, bei dem persönliche Daten von mehreren Politikern und Prominenten im Internet veröffentlicht worden sind, ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

KARNEVAL NACHRICHTEN

Studierende beleuchten Europawahl 2019

europawahl2019_studentengruppe01

Studierende der Kölner Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) beschäftigten sich im November 2018 mit europäischen Themen, wie Flüchtlings- oder Umweltpolitk sowie regionalen Förderprogrammen oder dem "Erasmus+"-Programm der EU. Am 26. Mai 2019 wählt Europa ein neues Parlament.

Hier gehts zum Spezial: Kölner Studierende blicken auf die Europawahl 2019 >