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Weltärztepräsident kritisiert Kommunikation der Politik

Berlin | Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat die Kommunikation der Politik während der Coronakrise kritisiert. "Die Bevölkerung war nicht gewohnt, dass wir in der Wissenschaft streiten und dass das auch nach außen getragen wird. Da mussten sich die Leute erstmal dran gewöhnen", sagte er der RTL/n-tv-Redaktion.

Darüber hinaus sei die unterschiedliche Auslegung von Maßnahmen und das Verhalten von Politikern schwer zu vermitteln: "Die Frage `föderal` zum Beispiel, warum muss in jedem Bundesland eine andere Regelung gelten. Dem Virus sind die Grenzen zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein vollkommen egal. Hier hätte man politisch viel mehr verhindern können, indem man sich auf eine gemeinsame Linie einigt und nicht die Eitelkeiten die ganze Zeit die Diskussion überwuchern", so Montgomery.

All das führe dazu, dass Akzeptanz und Einhaltung von Regeln an Grenzen stoßen. Wenn er höre, dass in Parks Partys mit 600 Personen stattfinden, "dann sträuben sich mir die Nackenhaare". Offensichtlich habe man es nicht geschafft, den Ernst der Lage zu vermitteln.

Gleichzeitig entstehe nach seiner Einschätzung ein Dilemma bei zu viel Kommunikation: "Je mehr wir reden und versuchen, Beruhigung in die Bevölkerung zu bringen, desto mehr verunsichern wir sie gleichzeitig. Von daher sind wir alle Teil dieses Problems." Auch er sei Teil dieses Problems.

"Aber wir müssen es jetzt schaffen, der Bevölkerung klar zu machen, wenn wir es nicht endlich schaffen, uns an die Regeln zu halten, dann wird uns diese Pandemie noch über Jahrzehnte und ganz heftig begleiten." In Anbetracht der rasant steigenden Infektionszahlen könne man jetzt nur noch versuchen, "die Bevölkerung endgültig davon zu überzeugen, dass es fünf Minuten vor zwölf ist, wenn wir dieses Virus auf Dauer eindämmen wollen".

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