Panorama Essen Trinken

_MG_9714

Aldi Süd kündigt Preiserhöhung für Eier an

Müllheim | Verbraucher müssen sich bis zum Jahreswechsel auf weiter steigende Eierpreise einstellen. "Abhängig von der Haltungsform können die Erhöhungen im zweitstelligen Prozentbereich liegen", kündigte Aldi Süd, einer der Taktgeber für die Preisentwicklung im gesamten Lebensmittelbereich, der "Welt am Sonntag" an. Ähnlich sieht dies der Bundesverband Deutsches Ei (BDE).

"20 bis 30 Prozent könnten es am Ende werden", so BDE-Vorsitzender Henner Schönecke. Grund für die Preiserhöhungen sind die Nachwirkungen des Fipronil-Skandals aus dem Sommer. Weil in den Niederlanden noch immer 180 Betriebe wegen der Kontamination mit dem Insektengift gesperrt sind und auch in anderen Ländern mehrere Millionen Junghennen fehlen, gibt es derzeit einen Eier-Engpass in Europa.

Einige Handelsketten haben deswegen schon Sorge um ihre Warenbestände. "Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen, um eine bestmögliche Versorgung auch während der Weihnachtszeit gewährleisten zu können", so Aldi Süd. Der Verband BDE rechnet mit einer vollständigen Normalisierung erst in der zweiten Jahreshälfte 2018. Zwar waren hierzulande nur wenige Höfe vom Fipronil-Skandal betroffen.

Der Selbstversorgungsgrad bei sogenannten Schaleneiern liegt in Deutschland laut BDE aber nur bei 67 Prozent. 2016 mussten daher annähernd zehn Milliarden Eier und Eiprodukte aus dem Ausland importiert werden. Der mit Abstand wichtigste Lieferant sind dabei die Niederlande, die besonders heftig vom der Fipronil-Krise betroffen ist.

Schon in den vergangenen Monaten stiegen die Eierpreise deutlich an. Zu Jahresbeginn lag der Mittelwert laut "Welt am Sonntag" für weiße und braune Eier der Größenklasse M im Großhandel noch bei gut sieben Cent. Aktuell werden im Schnitt bereits 12,49 Cent je unverpacktem Ei fällig. Die Zeitung beruft sich dabei auf den sogenannten Weser-Ems-Index, der auf wöchentlicher Basis den Einkaufspreis für ein bloßes Ei, also ohne Verpackung, im Großhandel angezeigt.

Zurück zur Rubrik Essen Trinken

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Essen Trinken

wurst_pixabay_24062018

Berlin | Marktforscher erwarten, dass die Fußball-Weltmeisterschaft den ohnehin steigenden Verbrauch von Bratwürsten und Grillartikel deutlich anheizt. So haben die Deutschen zwischen Mai 2017 und April 2018 rund 656,7 Millionen Euro allein für Würstchen ausgegeben. Das sind acht Prozent mehr als im vorangegangenen Zwölf-Monats-Zeitraum.

alkoholismus

Berlin | Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat Forderungen von Suchtexperten zurückgewiesen, Deutschland solle dem schottischen Beispiel folgen und einen Mindestpreis für Alkohol einführen. "Wein zum Beispiel schadet der Gesundheit nicht – wenn man ihn maßvoll genießt", sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben). Auf der anderen Seite könne einseitige vegane Ernährung zu Mangelerscheinungen führen, gerade bei Kindern.

makai_ariane_guenther_07052018

Köln | Im Excelsior Hotel Ernst gegenüber vom Dom schwingt er die Kochlöffel seit 2009. Seit 2012 ist die ostasiatische Küche seines dortigen Restaurants „taku“ mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Nun hat Mirko Gaul den Lifestyle-Trend der „Poké“ nach Köln gebracht. Das hawaiianische Nationalgericht erobert seit einigen Jahren europäisches Festland. Gaul hat die kosmopolitische Schüssel-Spezialität zum ersten Mal in London gekostet und sofort die Besonderheit geschmeckt.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS