Panorama NRW Nachrichten

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Screenshot aus dem Impulsvortrag von WDR-Intendant Tom Buhrow, der als Videoaufzeichnung in den Livestream des DJV-NRW Journalistentags 2021 am 20. Februar eingeblendet wurde.

DJV-NRW Journalistentag 2021: Buhrow unterstreicht Bedeutung des Lokalen – Solidarität mit Journalist*innen in Belarus

Köln/Dortmund | Der Regionalverband NRW des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) tagte zum ersten Mal virtuell und sendete aus der Sparkassenakademie in Dortmund. WDR-Intendant Tom Buhrow hielt die Video-Keynote.

Buhrow beschäftigte sich in seiner Keynote, die zuvor aufgezeichnet worden war und als Video-Impuls eingespielt wurde mit den Verhältnissen in den USA. Er stellte fest, dass dort in der Fläche Qualitätsmedien oftmals fehlten, die ein Gegengewicht zum Populismus bilden könnten. Dem regionalen Journalismus bescheinigte der WDR-Intendant „noch nie so wichtig wie jetzt" zu sein und warnte davor dass auch in Deutschland weiße Flecken auf der Landkarte entstehen könnten, wo Journalismus nicht mehr angeboten werde. Lokale und regionale Berichterstattung, so Buhrow, sei „sehr, sehr wichtig, um alle Bevölkerungsgruppen zu erreichen“.

Die Finanzierung des Journalismus

Ein großes Thema das digitalen Journalistentages des DJV-NRW war die Finanzierung des unabhängigen Journalismus. „Ich sehe außerhalb des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Qualitätsjournalismus noch nicht zukunftssicher finanziert“, sagte etwa der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Ruprecht Polenz, der 2020 den "Goldenen Blogger" erhielt, in der Runde „Chancen aus der Krise“. Der Bundesvorsitzende des DJV Frank Überall stellte dazu fest: „Wir brauchen weniger Rotstift und mehr Buntstift. Wir brauchen keine Verlagshäuser, Sender, Anbieter, die die einzige Lösung nur noch darin sehen zu sparen. Darunter leidet das Produkt.“ und meinte damit Qualitätsjournalismus.

Solidarität mit belarussischen Journalistinnen und Journalisten

Zum ersten digitalen Journalistentag des DJV-NRW meldeten sich nach Veranstalterangaben 950 Teilnehmer*innen an. Am Ende des digitalen Journalistentages solidarisierte sich der DJV-NRW mit den Journalistinnen und Journalisten in Belarus. In einer Erklärung heißt es: „Die Situation in Belarus geht alle Medienschaffenden an. Denn viele journalistische Kolleg*innen werden von der Regierung Alexander Lukaschenkos verfolgt – und das nur, weil sie ihrem Informationsauftrag nachkommen. Der DJV-NRW erklärt sich solidarisch mit den Kolleg*innen in Belarus und mit allen freiheitsliebenden Menschen, die mit friedlichen Mitteln demokratische Verhältnisse in ihrem Land herbeizuführen versuchen. Wir fordern von der belarussischen Regierung das sofortige Ende der Unterdrückung und Verfolgung von Journalistinnen und Journalisten. Journalismus ist kein Verbrechen.“

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