Panorama NRW Nachrichten

auspuff_22092015d

WDR-Aktion zur Abgasmessung in Düsseldorf

Düsseldorf | Der Westdeutsche Rundfunk WDR hat mit seiner neuen Aktion #abgasalarm Ehrgeiziges vor. Erstmals sollen im Stadtgebiet von Düsseldorf flächendeckend die Stickoxid-Belastung gemessen werden. Nach vier Wochen Messungen im März und an 159 Standorten liegen nun erste Ergebnisse vor.

Wie die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt am heutigen Mittwoch berichtete, ist die Stickoxid-Belastung dort am höchsten, wo sich in der Nähe vielbefahrene Straßen befinden. Das gilt beispielsweise für die Hauptverkehrsader Corneliusstraße. Dass hier der europaweit gültige Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft häufig überschritten wird, ist kein Einzelfall. Im Durchschnitt der Messorte mit viel Verkehr maß der WDR einen Mittelwert von 42,5 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

Aussagen darüber, ob an den WDR-Messpunkten der Grenzwert des Jahresmittels überschritten wird, lassen sich allerdings nicht treffen. Aber die Messungen sind ein Indikator für Stellen, an denen besonders hohe Stickoxid-Konzentrationen zu finden sind. Die höchsten Werte wurden am Rheinufertunnel (96 ug/m3) und im Tunnel Völklinger Straße (145 ug/m3) gemessen. Die hohen Werte bestätigen die Annahme, dass Stickoxid sich vor allem lokal auswirkt. In Tunnel-Lagen kann sich das Reizgas nicht so schnell verflüchtigen, die Konzentration bleibt hoch.

Abseits der Hauptverkehrsadern und in Straßen mit lockerer Bebauung hingegen nimmt die Konzentration schnell wieder ab. An Orten mit wenig Verkehr und lockerer Bebauung ergaben Messungen einen durchschnittlichen Mittelwert von 26,9 ug/m3. Auch die Frage, ob der Schiffsverkehr auf dem Rhein besondere Stickoxid-Belastungen verursacht, kann mit Hilfe der WDR-Messung beantwortet werden: Es gab keine auffällig hohen Werte am Rheinufer. Offenbar werden die Emissionen der Schiffsmotoren schnell großräumig verteilt, so die Schlussfolgerung.

Standorte bestätigten LANUV-Standorte

Noch etwas anderes zeigt die Messaktion des WDR: Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hat seine Messstationen in Düsseldorf gut positioniert. Die insgesamt acht Messstellen stehen durchaus repräsentativ für die Situation in Düsseldorf.

Im März hatte der WDR knapp 200 Messröhrchen im ganzen Düsseldorfer Stadtgebiet aufgehängt. 159 Messröhrchen konnten nach vier Wochen wieder abgehängt werden. Die „Passivsammler“ stammen aus einem zertifizierten Labor aus der Schweiz, das auch die Auswertung übernahm. Die Messröhrchen liefern jeweils einen Monatsmittelwert. Die Aktion #abgasalarm, eine interaktive Karte sowie weiterführende Informationen zur Gefahr durch Stickoxide sind unter www.abgasalarm.wdr.de zu finden.

Die Messaktion des WDR ist ein Thema der Sendung „Markt“ am heutigen Mittwoch im dritten Programm ab 20:15 Uhr. Auch im WDR Hörfunk wird über die Ergebnisse der Aktion #abgasalarm berichtet, unter anderem in der Sendung „Leonardo“ am 2. Mai ab 15:05 Uhr auf WDR 5.

Zurück zur Rubrik NRW Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus NRW Nachrichten

pol_05022015d

Essen | Bei der Razzia gegen Clan-Kriminalität im Ruhrgebiet ist am Wochenende offenbar auch ein nordrhein-westfälischer Polizist mit angeblich ausländischen Wurzeln festgenommen worden. Beamte hatten im Zuge der Kontrollen in Essen am Sonntagmorgen ein Auto mit vier Männern gestoppt, die offenbar arabischstämmig wirkten, berichtet das "Westfalen-Blatt".

pol_05022015h

Köln | Heute Morgen überschlug sich ein 34-jähriger PKW-Lenker mit seinem Wagen auf der Bundesautobahn A 61 zwischen Bergheim und Kerpen, nachdem er durch eine Pfütze fuhr und anschließend ins Schlingern geriet. Er verletzte sich bei dem Unfall leicht.

sek_symbolbild_28082016a

Bochum | Im Ruhrgebiet hat die Polizei am Samstagabend eine Großrazzia gegen die sogenannte Clan-Kriminalität gestartet. Das teilte das NRW-Innenministerium mit. NRW-Innenminister Herbert Reul sei bei Einsatzbeginn in Bochum dabei gewesen, um sich selbst ein Bild von den Maßnahmen zu machen.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

KARNEVAL NACHRICHTEN

Studierende beleuchten Europawahl 2019

europawahl2019_studentengruppe01

Studierende der Kölner Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) beschäftigten sich im November 2018 mit europäischen Themen, wie Flüchtlings- oder Umweltpolitk sowie regionalen Förderprogrammen oder dem "Erasmus+"-Programm der EU. Am 26. Mai 2019 wählt Europa ein neues Parlament.

Hier gehts zum Spezial: Kölner Studierende blicken auf die Europawahl 2019 >