Panorama NRW Nachrichten

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An der Prinz-Friedrich-Straße in Essen wurde der Platz einer Spedition unterspült, so dass ein kompletter Sattelzug im Boden versank. Kräfte der Berufsfeuerwehr konnten einen Yorkshire Terrier in letzter Minute vor dem Ertrinken retten. Foto: Feuerwehr Essen

Zahl der Toten nach Unwetter im Westen Deutschlands steigt

Euskirchen | Nach den schweren Unwettern im Westen Deutschlands ist die Zahl der Toten weiter gestiegen. Der nordrhein-westfälische Kreis Euskirchen teilte über Facebook mit, dass bisher acht Todesfälle bekannt seien. Im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler kamen mindestens vier Menschen ums Leben. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet war in Hagen vor Ort und verspricht schnelle Hilfen. Die Bundeswehr ist mit 400 Soldat*innen im Hochwassereinsatz.

Im Märkischen Kreis in NRW starben zwei Feuerwehrleute bei Einsätzen, in Köln hatten die Rettungskräfte am späten Mittwochabend zudem zwei Personen tot in ihren mit Wasser vollgelaufenen Kellern gefunden. Einzelne ähnliche Fälle gab es auch im Kreis Unna sowie in Solingen. In Rheinbach bei Bonn wurde am Donnerstag eine Frau tot auf einer Straße gefunden.

In der Gemeinde Schuld in der Eifel waren als Folge von Überflutungen und Dauerregen in der Nacht zum Donnerstag mehrere Häuser eingestürzt. Etwa 70 Personen werden laut Polizei vermisst. Vielerorts kam es zu weiteren heftigen Sachschäden, wie in Essen, wo der Platz einer Spedition unterspült wurde und ein kompletter Sattelzug im Boden versank.

Hintergrund der Unwetter ist Tief "Bernd", welches in den vergangenen Tagen vor allem in Westdeutschland für chaotische Verhältnisse gesorgt hatte. Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz waren besonders von Hochwasser und Überschwemmungen betroffen. In mehreren Regionen wurde der Katastrophenfall ausgerufen.

Laschet verspricht nach schweren Unwettern schnelle Hilfe

Nach den schweren Unwettern in Westdeutschland hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) schnelle Hilfe versprochen. "Wir tun jetzt alles, um als Land zu helfen", sagte Laschet der "Bild" beim Besuch des überfluteten Orts Altena. Helfer aus dem ganzen Land seien in die Hochwassergebiete unterwegs.

Die Lage sei immer noch dramatisch. "Es werden Menschen noch immer vermisst." Die Landespolizei habe deshalb Hubschrauber bereitgestellt, um bei der Suche zu helfen.

Nach Altena wollte der Regierungschef auch noch Hagen besuchen, was ebenfalls schwer betroffen ist. Laschet hatte seine Reise durch Süddeutschland am Mittwoch abgebrochen und war in das besonders betroffene Gebiet gereist. Einen mit Spannung erwaretet Besuch bei der Klausur der CSU-Landesgruppe musste er deshalb absagen.

In Rheinland-Pfalz kam unterdessen das Kabinett zu einer Sondersitzung zusammen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sprach von einem groß angelegten Rettungseinsatz. Ihren Angaben zufolge sind auch rund 200 Soldaten der Bundeswehr beteiligt.

Bundeswehr mit über 400 Soldaten im Hochwasser-Einsatz

Die Bundeswehr hat mehr als 400 Soldaten in die besonders schwer von der Hochwasserkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz betroffenen Regionen geschickt. Das berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf die Streitkräftebasis in Bonn. Danach unterstützen rund 200 Soldaten vom Panzerpionierbataillon 130 und rund 30 Soldaten vom Versorgungsbataillon 7 die Einsatzkräfte in Hagen.

Drei Krankenwagen vom Sanitätsregiment 2 helfen beim Evakuieren eines Alten- und Pflegeheimes in Kordel. In Ahrweiler sind rund hundert Soldaten des IT-Bataillons 281 im Einsatz, und in Daun stehen rund 70 Soldaten vom Bataillon Elektronische Kampfführung 931 sowie vier Krankenwagen vom Sanitätsregiment 2 den zivilen Rettungskräften zur Seite.

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