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Bundesregierung: Weniger illegale Migranten kommen nach Europa

Berlin | Die Zahl der illegalen Migranten, die bislang in diesem Jahre nach Deutschland und Europa gekommen sind, hat deutlich abgenommen. Das berichtet die "Bild" unter Berufung auf ein als vertraulich eingestuftes Papier der Bundesregierung. Demnach wurden (Stand 5. November) europaweit bislang 117.500 Flüchtlinge registriert, die kein Einreisevisum für den Schengen-Raum oder andere europäische Staaten haben.

Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2017 waren es laut Papier 178.000. Das als vertraulich eingestufte Dokument der Regierung zeigt aber, dass es bei den "Anlande-Orten" drastische Verschiebungen gibt: Rund 54.000 Migranten erreichten Europa über Spanien - das ist eine Vervierfachung seit dem Jahr 2016 (damals kamen im ganzen Jahr rund 14.000 in Spanien an). Hier wird jedoch bis zum Jahresende keine dramatische Steigerung erwartet. In dem Papier heißt es dazu: "Die Anlandungszahlen in Spanien sind weiter hoch, jedoch werden witterungsbedingt und erfahrungsgemäß im November keine Höchstwerte mehr erreicht."

Im Monat Oktober 2018 allein kamen in Spanien knapp 11.000 illegale Migranten an. Die Top 5 der Anlandungen in Spanien im Jahr 2018: Guinea (22,2 Prozent); Marokko (18,5 Prozent); Mali (16,5 Prozent); Elfenbeinküste (8,6 Prozent); Gambia (6,8 Prozent). Rund 27.500 Migranten landeten von Januar bis zum 5. November 2018 auf den griechischen Inseln an, zusätzlich kamen noch 13.500 über die türkisch-griechische Grenze ins Land.

Im Monat Oktober 2018 allein kamen auf den griechischen Inseln gut 4.000 illegale Migranten an. Die Top 5 der Anlandungen auf den griechischen Inseln im Jahr 2018: Syrien (29,2 Prozent); Afghanistan (23,3 Prozent); Irak (19,6 Prozent); Kongo (4,5 Prozent); Palästina (3,9 Prozent). Weitere 22.500 Migranten kamen 2018 an der Küste Italiens an, was nur ein Fünftel des Vorjahreswertes entspricht (2017 insgesamt: 119.000).

Davon kamen gut 1.000 illegale Migranten allein im Monat Oktober 2018 an. Die Top 5 der Anlandungen in Italien im Jahr 2018: Tunesien (21,8 Prozent); Eritrea (13,9 Prozent); Irak (7,6 Prozent); Sudan (7,2 Prozent); Pakistan (6,8 Prozent). Interessant ist der Hinweis aus dem vertraulichen Regierungspapier, dass die "hier aufgeführte Reihenfolge der Hauptherkunftsländer sich NICHT in den deutschen Ankunftsstatistiken widerspiegelt". Denn betrachtet man die monatlich registrierten "illegalen Grenzübertritte an den deutschen Grenzen", die das vertrauliche Regierungspapier darlegt, zeigt sich ein etwas anderes Bild. Demnach stellte die Bundespolizei im Durchschnitt der letzten sechs Wochen rund 770 illegale Grenzübertritte pro Woche fest. Die meisten davon an der Grenze zu Österreich (rund 200 pro Woche); gefolgt von "Inlandsfeststellungen" mit im Schnitt 150 Personen pro Woche - dabei werden die illegalen Migranten nicht im Grenzbereich festgestellt. Auf Platz drei dient die tschechische Grenze im Schnitt rund 90 Personen pro Woche als Übergangspunkt. Die Hauptherkunftsländer der von der Bundespolizei aufgegriffenen illegalen Migranten waren demnach bis 5. zum November 2018: Afghanistan, Irak, Syrien, Iran und Albanien.

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