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DB_sicherheit_bodycam_09022017

Seit dem vergangenen Jahr sind 20 Sicherheitskräfte der DB in einem Teil der Züge auf den S-Bahnlinien 13 und 19 sowie der Regionalbahn RB 38 zwischen Köln Hauptbahnhof und Köln Messe/Deutz bis Ende März mit Bodycams im Einsatz. Durch den Einsatz der Bodycams erhoffe man sich die Angriffe auf Mitarbeiter zu reduzieren.

EVG: Zahl der Übergriffe auf Bahn-Mitarbeiter gestiegen

Berlin | Immer wieder soll es zu aggressiven Verhalten in Zügen und Bahnhöfen kommen. Betroffen seien davon vor allem auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Bahn (DB), sagt die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). „2017 gab es so viele Übergriffe auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DB wie noch nie", erklärt Klaus-Dieter Hommel, stellvertretende Vorsitzende der EVG. Dabei beziehe sich Hommel auf Zahlen des Sicherheitsberichts der DB. Demnach habe es, nach Angaben der EVG, im vergangenen Jahr 2.550 Körperverletzungen gegeben.

Hohe Aggressivität in Zügen und Bahnhöfen

Die EVG sei bestürzt von der weiterhin hohen Aggressivität in Zügen und Bahnhöfen. Im Vergleich zu 2013 habe sich die Zahl der gemeldeten Übergriffe mehr als verdoppelt, sagt die EVG. Im Vergangenen Jahr seien Beschäftigte der DB Sicherheit 1.200-mal angegriffen worden. Gegenüber 2016 sei dies ein Anstieg um 7,4 Prozent. Die EVG gehe allerdings von einer höheren Dunkelziffer aus. „Damit werden im Schnitt siebenmal an jedem Tag irgendwo in Deutschland eine Kollegin oder ein Kollege der Deutschen Bahn angegriffen. Das sind erschreckende Zahlen. Es reicht. Diese Gewalt gegen die Beschäftigten muss endlich aufhören“, betont Hommel.

Beschäftigte der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) sollen seit beginn des Jahres damit begonnen haben, entsprechende Vorfälle auszuzeichnen. „Und diese Aufzeichnungen zeigen deutlich, unter welcher Belastung unsere Kolleginnen und Kollegen tagtäglich arbeiten müssen“, so Hommel.

„Ein gesellschaftliches Problem“

Die EVG fordert die Unternehmen auf, für die Sicherheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sorgen. „Aber nicht nur der Arbeitgeber steht hier in der Pflicht.Wir müssen uns bewusst werden, dass wir es mit einem sehr ernsten gesellschaftlichen Problem zu tun haben, das nur mit großen Anstrengungen gelöst werden kann. Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln ist eine Herausforderung an uns alle“, so Hommel.

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