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Generalbundesanwalt warnt vor Anschlägen mit Biokampfstoffen

Karlsruhe | Generalbundesanwalt Peter Frank hat vor Anschlägen mit biologischen Kampfstoffen gewarnt. "Wir müssen uns davon verabschieden, dass terroristische Straftaten immer nach dem gleichen Muster erfolgen", sagte Frank am Mittwochabend den ARD-Tagesthemen und bezog sich dabei auf den Rizin-Fund in Köln. Die Gefahr, dass Anschläge auf unterschiedliche Arten und Weisen begangen werden könnten, sähen die Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden schon seit längerer Zeit.

Terroristen seien kreativ und versuchten "asymetrisch alle möglichen Szenarien auszutesten". Dazu gehöre auch eine Bedrohung mit biologischen Kampfstoffen. "Darauf müssen wir uns einstellen und ich denke, dass sich die Sicherheitsbehörden darauf auch eingestellt haben", sagte Frank.

Der Generalbundesanwalt nannte die Zusammenarbeit mit internationalen Sicherheitsbehörden einen Erfolg. Den Vorwurf, es sei ein Armutszeugnis, dass deutsche Behörden dem Kölner Tatverdächtigen nicht alleine auf die Spur gekommen seien, wies er zurück. "Unseren Ermittlungen voraus gingen länger dauernde Ermittlungen und Beobachtungen durch das Bundesamt für Verfassungsschutz und damit einer deutschen Behörde", so Frank.

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