Panorama Panorama Deutschland

breitscheid_pixabay_16052018

Journalisten berichten nach dem Attentat am Berliner Breitscheidplatz

Verfassungsschutz führte V-Mann im Umfeld von Anis Amri

Berlin | Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat mindestens einen Informanten im Umfeld des späteren Breitscheidplatz-Attentäters Anis Amri geführt. Das berichtet die "Welt" (Donnerstagausgabe). Demnach führte der Verfassungsschutz mindestens eine Quelle in der islamistischen Moschee "Fussilet 33" in Berlin-Moabit - auch zu einer Zeit, in der sich Amri immer wieder dort aufhielt.

Das Bundesamt wollte sich auf Anfrage nicht zur Sache äußern. In der Vergangenheit hat die Behörde erklärt, man habe "keine eigenen Erkenntnisse" zu Anis Amri gehabt. Die Causa sei ein reiner "Polizeifall" gewesen.

Die neuen Erkenntnisse werfen jedoch die Frage auf, ob die Behörden mehr über Amri wussten als bislang bekannt. Wie die "Welt" aus Sicherheitskreisen erfahren haben will, soll der V-Mann erst nach dem Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz zu Amri und dessen Attentat befragt worden sein. Dabei habe die Quelle berichtet, Amri sei zuletzt öfter in der Moschee gewesen.

Er habe sogar als "Imam" agiert und leitete zeitweise eine sogenannte Aqidah-Gruppe. Gemeint ist damit ein Zirkel zur Glaubenslehre. In Berlin beschäftigt sich ein neu eingesetzter Parlamentarischer Untersuchungsausschuss (PUA) des Bundestages mit dem Fall Anis Amri.

Die Parlamentarier wollen vor allem etwaige Fehler und Versäumnisse der Bundesbehörden untersuchen. In Nordrhein-Westfalen und Berlin sind entsprechende Ausschüsse bereits im vergangenen Jahr eingesetzt worden.

Zurück zur Rubrik Panorama Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Panorama Deutschland

Wiesbaden | Die Zahl der Verkehrstoten ist im März 2018 deutlich gesunken. 207 Menschen kamen nach vorläufigen Ergebnissen im vorletzten Monat bei Straßenverkehrsunfällen in Deutschland ums Leben, das waren 20 Personen oder 8,8 Prozent weniger als im März 2017, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Auch die Zahl der Verletzten ist im März 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen, und zwar um 19,2 Prozent auf circa 25.100 Personen.

ice_2942012a

Berlin | Im vergangenen Jahr haben in Deutschland in mehr als einem Dutzend Fälle ICE-Züge eigentlich vorgesehene Haltebahnhöfe verpasst. 2017 seien im Fernverkehr der Deutschen Bahn insgesamt 14 ICE-Durchfahrten registriert worden, heißt es in der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion, über welche die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" in ihren Donnerstagsausgaben berichten. In zwei Fällen – am 11. September und 12. November 2017 – fuhren ICE-Züge durch den Wolfsburger Hauptbahnhof, obwohl dort eigentlich ein Stopp vorgesehen war.

Nürnberg | Die Anerkennungsquote für Schutzsuchende ist im laufenden Jahr stark gesunken. Nur noch bei einem von drei Schutzsuchenden kommt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zu dem Ergebnis, dass es sich tatsächlich um einen Schutzberechtigten handelt. Zwischen Januar und Ende April endeten nur 32,5 Prozent der in diesem Zeitraum 93.381 getroffenen Entscheidungen mit der Vergabe eines der vier Schutztitel, berichtet die "Welt".

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS