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Kommunen in NRW investieren in Frühjahrsbepflanzung - Städte leisten sich trotz knapper Kassen Blumenschmuck

Düsseldorf | Trotz Sparzwangs investieren die Kommunen in Nordrhein-Westfalen in Frühlingsblumen. Und auch fast alle städtischen Brunnen werden in Düsseldorf, Köln und Münster pünktlich zu Ostern wieder sprudeln. Das teilten die zuständigen Ämter auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd mit.

In Köln falle die Frühjahrsbepflanzung bescheidener aus als im Vorjahr, sagte Joachim Bauer vom zuständigen Grünflächenamt. "Wenn das Geld knapp wird, dann wird dort gespart." 90.000 Blumen sollen vor Ostern gepflanzt werden. Die Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht und Gänseblümchen stammten aus der eigenen Stadtgärtnerei.

Wahrscheinlich werden aus Kostengründen in diesem Jahr auch weniger Brunnen in Betrieb gehen. Im vergangenen Jahr hatte Köln 460.000 Euro für Betrieb, Wartung und kleinere Instandsetzungsarbeiten an den Brunnen ausgegeben, 56 waren 2012 in Betrieb. Es sei noch nicht sicher, ob das Budget wieder im gleichen Umfang zur Verfügung stehe, sagte der Leiter des Grünflächenamtes, Manfred Kaune. Er hoffe aber, dass 40 bis 50 Brunnen wieder aktiviert werden könnten.

Münster setzt auf nachhaltige Blumen

Die Stadt Münster setzt neben Stiefmütterchen und Veilchen auf Nachhaltigkeit: Schon im Herbst seien Blumenzwiebeln gesetzt worden, die mehrere Jahre blühen, sagte der Leiter des Grünflächenamtes Münster, Franz-Josef Gövert. "Wir pflanzen nicht mehr als im Vorjahr, aber auch nicht weniger." Vor 20 Jahren seien die Flächen für die Schmuckbepflanzung noch drei- bis viermal so groß gewesen. Heute werde weniger in Beeten gepflanzt, sagte Gövert. Stattdessen würden zum Beispiel Blumenwiesen an Straßenrändern gesät, was bei den Einwohnern sehr gut ankomme.

Auch an den insgesamt 25 Brunnen hat die Stadt Münster in den vergangenen Jahren gespart. "Wir haben das reduziert, weil Strom und Wasser zum Betrieb der Brunnen sehr teuer sind", sagte Gövert. Rund 80.000 bis 100.000 Euro koste der Betrieb der Brunnen pro Jahr. Dennoch gingen im Frühling 22 Brunnen in Betrieb, 11 bereits zu Ostern, die anderen zum 1. Mai. Drei Brunnen könnten nicht betrieben werden, weil sie umfangreich repariert werden müssten. Dafür sei kein Geld da.

In der Landeshauptstadt sollen ab der Osterzeit wieder mehr als 40 Brunnen sprudeln, sagte die Leiterin des Amtes für Gebäudemanagement Düsseldorf, Doreen Kerler. Rund 150.000 Euro gebe Düsseldorf jährlich für Brunnen und Denkmäler aus, hinzu kämen rund 160.000 Euro, um die Brunnen zu säubern und in Betrieb zu nehmen. Wegen Bauarbeiten und Sanierungsmaßnahmen müssten sechs Brunnen trocken bleiben. Aus ihrer Frühlingsbepflanzung macht die Stadt noch ein Geheimnis: Wie viele und welche Blumen blühen werden, wollen die Verantwortlichen erst frühestens kommende Woche bekannt geben.

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