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Schickedanz reicht Milliardenklage gegen Sal. Oppenheim ein

Köln | Die Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz hat beim Kölner Landgericht eine Schadenersatzklage in Milliardenhöhe gegen das Bankhaus Sal. Oppenheim und den Immobilienentwickler Josef Esch eingereicht.

Streitwert von 1,9 Milliarden Euro

Der Schickedanz-Anwalt Stefan Homann sagte der Nachrichtenagentur dapd am Mittwoch, der Streitwert belaufe sich insgesamt auf rund 1,9 Milliarden Euro. Die Ex-Milliardärin macht die Bank und Esch für den Verlust ihres Vermögens verantwortlich. Sie hätten sie bei den Milliardengeschäften um den späteren Pleitekonzern Arcandor falsch beraten und damit ihre Vermögensbetreuungspflichten verletzt. Das inzwischen zur Deutschen Bank gehörende Bankhaus Sal. Oppenheim wies die Darstellung der Quelle-Erbin allerdings zurück. "Die von Frau Schickedanz erhobenen Vorwürfe sind für uns nicht nachvollziehbar", hieß es bei dem Geldinstitut. Auch ein Esch-Sprecher wies die Vorwürfe zurück.

Kommt es tatsächlich zum Schadenersatzprozess, so könnte sich der Rechtsstreit - ähnlich wie im Verfahren zwischen der Deutschen Bank und dem Medienunternehmer Leo Kirch - über Jahre hinziehen. Doch laufen parallel zum Rechtsstreit zurzeit auch noch Vergleichsverhandlungen zwischen Schickedanz und Sal. Oppenheim. Der Essener Handelsriese Arcandor (Karstadt, Quelle, Thomas Cook) hatte im Sommer 2009 Insolvenz anmelden müssen. Schickedanz hatte seit 2004 einen Großteil ihres Vermögens in Arcandor-Aktien investiert. Dabei finanzierte sie Zukäufe teilweise auch über Kredite. Nach dem Niedergang des Konzerns klagte die Unternehmerin öffentlich über ihre Verluste. Die "Bild am Sonntag" zitierte sie damals mit dem Satz: "Wenn die Rettung von Arcandor scheitert und die Banken die Kredite fällig stellen, verliere ich alles - Häuser, Aktien, Beteiligungen an anderen Firmen. Ich bekäme mit meinen 66 Jahren nicht einmal Rente."

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