Panorama Panorama NRW

handschellen_18-02-2014

28-jähriger Tatverdächtiger nach BVB-Anschlag festgenommen

Tübingen | aktualisiert | Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus des BVB hat die Bundesanwaltschaft am Freitag einen Tatverdächtigen im Raum Tübingen durch Beamte der GSG 9 vorläufig festnehmen lassen: Es handele sich um einen 28-jährigen deutschen und russischen Staatsangehörigen, teilte die Behörde mit. Ihm werde versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt. Die Bundesanwaltschaft will um 12:30 Uhr über den aktuellen Stand der Ermittlungen informieren. Erste Stimmen nach der Festnahme sprechen von Erleichterung.

Mutmaßlicher BVB-Attentäter muss in U-Haft

Der Mann, der in Verdacht steht, am 11. April den Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund verübt zu haben, muss in U-Haft. Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs hat am Freitag auf Antrag der Bundesanwaltschaft Haftbefehl gegen den 28-jährigen deutschen und russischen Staatsangehörigen Sergej W. erlassen. Der Beschuldigte sei dringend verdächtig, den Anschlag verübt zu haben.

Der Beschuldigte war am Freitag vorläufig festgenommen worden. Er wurde am Nachmittag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet hat.

BVB-Anschlag: Erleichterung nach Festnahme

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange hat sich nach der Festnahme eines Tatverdächtigen für den Anschlag auf den Mannschaftsbus des BVB erleichtert geäußert. "Ich bin froh darüber, dass die intensiven Ermittlungen der vergangenen Tage so schnell zu einem Festnahmeerfolg geführt haben", sagte Lange am Freitag. Er danke dem BKA, der Bundesanwaltschaft und allen beteiligten Ermittlern und Einsatzkräften des Bundes und der Länder.

"Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass die von dem Täter ausgehende Gefahr für die Mannschaft des BVB jetzt gebannt ist." Der Anschlag habe gezeigt, dass "die Polizei in jeder Lage handlungsfähig" sei. Auch BVB-Verantwortliche dankten nach der Festnahme den ermittelnden Behörden und äußerten die Hoffnung auf eine schnelle Aufklärung: Man hoffe, dass mit dem Tatverdächtigen "nun der Verantwortliche für den niederträchtigen Anschlag auf unsere Spieler und Staff-Mitglieder gefasst werden konnte", betonten BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und BVB-Präsident Reinhard Rauball.

BVB-Kapitän Marcel Schmelzer äußerte im Namen der Mannschaft die Hoffnung, "dass wir die tatsächlichen Hintergründe des Anschlags erfahren. Für alle, die im Bus saßen, wären diese Informationen wichtig, denn sie würden den Verarbeitungsprozess deutlich erleichtern". Die Bundesanwaltschaft hatte am Freitagmorgen mitgeteilt, dass ein 28-jähriger Deutsch-Russe im Zusammenhang mit dem Anschlag vorläufig festgenommen wurde.

Der Beschuldigte soll am 11. April 15.000 Verkaufsoptionen in Bezug auf die Aktie von Borussia Dortmund erworben haben. Der Kauf der Optionen sei über die IP-Adresse des Hotels L`Arrivée erfolgt. Bei einem massiven Verfall der BVB-Aktie hätte der Gewinn nach vorläufigen Berechnungen ein Vielfaches des Einsatzes betragen, so die Bundesanwaltschaft.

Der Deutsch-Russe sei außerdem wie die Mannschaft von Borussia Dortmund auch Gast des Hotels L`Arrivée gewesen. Er habe dort am 9. April ein Zimmer im Dachgeschoss des Hotels mit Blick auf den späteren Anschlagsort bezogen. Bei dem Anschlag waren der BVB-Spieler Marc Bartra und ein Polizist verletzt worden.

Zurück zur Rubrik Panorama NRW

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Panorama NRW

pol_572013d

Dortmund | Auf der A 44 in NRW hat am Montagabend ein Gefahrguttransporter einen schweren Unfall gebaut. Die Autobahn wurde zwischen den Anschlussstellen Erwitte/Anröchte und Geseke in beiden Richtungen komplett gesperrt.

antwerpen_11317_Peter_Braakmann_Shutterstock_com_25617

Brüssel | Mit einer über neunzig Kilometer langen Menschenkette wollen am Sonntag Bürger aus Deutschland, Holland und Belgien gegen die Atomkraftwerke Tihange-2 und Doel-3 protestieren. Gründe für den Protest sind Sicherheitsmängel, wie beispielsweise Risse im Druckbehälter des Reaktors Tihange. Beide Reaktoren waren wegen verschiedener Mängel im März 2014 heruntergefahren und erst mit jahrelanger Verzögerung wieder angefahren worden.

gerichtssaal_21072106

Düsseldorf | Das nordrhein-westfälische Justizministerium warnt in einem behördeninternen Leitfaden davor, dass "Reichsbürger" mit versteckten Minikameras Videoaufnahmen von Richtern und anderen Beamten machen und mit verächtlichen Kommentaren ins Internet stellen. Das bestätigte Ministeriumssprecher Marcus Strunk dem "Westfalen-Blatt" (Dienstagsausgabe). Konkret wird auf versteckte Minikameras in Brillen, Schlüsselanhängern, Kugelschreibern und Aktenordnern hingewiesen.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets