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Gladbeck-Geiselnehmer Rösner hat "tiefe Schuldgefühle"

Aachen | Der Geiselnehmer von Gladbeck, Hans-Jürgen Rösner, fühlt sich 30 Jahre nach der Tat durch die Folgen des von ihm verursachten Verbrechens schwer belastet. "Ich denke, das alles bleibt mein Begleiter bis ans Ende meiner Tage. Ein solch heftiges Erlebnis kann man nicht vergessen, es drängt sich auch immer wieder auf und es bereitet mir tiefe Schuldgefühle", sagte Rösner dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Dass er die Tat zutiefst bereue, versteht sich von selbst. "Schließlich haben dabei Menschen ihr Leben verloren." Dennoch wolle er sich nicht förmlich entschuldigen, sagte Rösner dem RND: "Wenn jemandem sein Kind genommen wird, ist das nicht mit einer läppischen Entschuldigung abgetan", so der Gladbecker Geiselnehmer.

"Wenn ich mit Silke sprechen könnte, dann würde ich ihr sagen, dass mir alles sehr leid tut", sagte Rösner. "Weil ich mein Wort, sie und ihre Freundin Ines V. in Frankfurt freizulassen, nicht einhalten konnte. Ich würde ihr sagen, dass mich ihr Tod auch heute noch sehr belastet."

Das Interview hat das RND schriftlich mit dem noch immer in der JVA Aachen seine Strafe verbüßenden Rösner geführt.

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