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Gladbecker Geiseldrama: Entführer könnte 2017 freikommen

Düsseldorf | Fast drei Jahrzehnte nach dem Geiseldrama von Gladbeck kommt einer der beiden ehemaligen Täter womöglich in diesem Jahr frei. Der Sprecher des NRW-Justizministeriums, Detlef Feige, sagte der "Heilbronner Stimme" (Freitagausgabe): "Die Chancen stehen gut, dass Dieter D. bis Jahresende wieder auf freien Fuß kommt." Die endgültige Entscheidung liege aber bei der zuständigen Strafvollstreckungskammer in Arnsberg.

Die Vorbereitungen für die Entlassung D.s aus der Haft sind umfangreich. So steht eine abschließende Begutachtung noch aus. Außerdem ist zu prüfen, wo D. nach seiner Haftentlassung untergebracht werden kann.

Der ehemalige Geiselgangster von Gladbeck wird in Freiheit möglicherweise auch eine neue Identität bekommen. 2013 hatte das Landgericht in Arnsberg die JVA Werl aufgefordert, D. auf eine Entlassung vorzubereiten und Lockerungen für ihn angemahnt. Dazu gehörten auch Freigänge.

D. hat im Gefängnis in Werl seine Mindesthaftdauer von 24 Jahren abgesessen. Er war unter anderem wegen Mordes zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt worden. Das Geiseldrama hatte damals die gesamte Republik tagelang in Atem gehalten.

Vom 16. bis 18. August 1988 flüchteten D. und Hans-Jürgen R. nach einem missglückten Bankraub mit Geiseln drei Tage lang vor der Polizei. In einem Linienbus, den die beiden Geiselgangster entführt hatten, erschoss Dieter D. einen Italiener. Der Jugendliche hatte sich schützend vor seine Schwester stellen wollen. Außerdem starb auf der Flucht die Geisel Silke B. durch einen Schuss aus R.s Waffe. Zudem starb ein Polizist bei der Verfolgungsjagd.

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