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Polizei setzt Räumung im Hambacher Forst fort - Mehrere Festnahmen

Kerpen | Im nordrhein-westfälischen Braunkohlerevier Hambacher Forst hat die Polizei die Räumung der Baumhäuser von Aktivisten am Montagmorgen fortgesetzt. Bisher seien neunzehn von den 28 geräumten Baumhäusern abgebaut worden - neun davon am Sonntag, teilte die Polizei in der Nacht zu Montag mit. Insgesamt gab es im Hambacher Forst vor der Räumungsaktion etwa 50 Baumhäuser.

Am Sonntag wurden bei den Maßnahmen sechs Personen in Gewahrsam genommen und 14 weitere festgenommen. Zudem sprachen Polizeibeamte gegen 27 Personen einen Platzverweis aus. Insgesamt hatten nach Polizeiangaben mehr als 4.000 Menschen am Sonntag gegen die Rodung des Hambacher Forstes protestiert.

Dabei seien auch einige Störer in den Wald vorgedrungen, so die Polizei. An mehreren Stellen hätten sie zum Teil unter Anwendung "massiver Gewalt" versucht, die Absperrung zu durchbrechen. Die Beamten setzten nach eigenen Angaben in einigen Fällen "körperliche Gewalt, Schlagstock und auch Reizgas" ein.

Bei den Einsatzmaßnahmen wurden fünf Demonstranten und drei Polizeibeamte verletzt. Die Polizei hatte die Räumungsaktion am Donnerstagmorgen mit einem Großaufgebot begonnen. Die Behörden hatten die Maßnahme mit festgestellten Brandschutzmängeln begründet.

Der Hambacher Forst gilt als Symbol des Widerstands der Anti-Kohlekraft-Bewegung gegen die Umweltzerstörung durch die Kohleindustrie. Das Waldstück wird seit 2012 von Aktivisten besetzt.

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