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Täter von Münster heißt Jens R. und stammt aus dem Sauerland

Münster | Liveblog | In Münster hat heute Jens R. an einer Gaststätte im "Kiepenkerl-Viertel" mehrere Menschen tödlich, lebensgefährlich und schwer verletzt. Mit einem VW-Campingbus ist er in eine Menschenmenge gefahren, die in einer Außengastronomie Platz genommen hatte. Die Polizei hatte die Münsteraner Innenstadt komplett abgesperrt. Der Deutsche Jens R. soll psychisch auffällig gewesen sein. Es ist daher von einer Amoktat auszugehen und nicht von einem terroristischen Anschlag.

21:06 Uhr > Die Polizei hat den mutmaßlichen Täter identifiziert, der am Samstagnachmittag in der Innenstadt von Münster mit einem VW-Campingbus in die vollbesetzte Außenterrasse eines Lokals gerast ist und dabei zwei Gäste tötete und 20 Personen verletzte. Wie FAZ.net unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, handelt es sich um den 48 Jahre alten Jens R. Er wurde 1969 in Olsberg im Sauerland geboren, lebte aber schon lange in Münster und wohnte in einer Wohnung in der Nähe des Tatorts. Der Mann hatte sich nach der Tat am Steuer des Tatfahrzeugs erschossen.

Spezialisten der Kriminalpolizei durchsuchten die Wohnung des Mannes nach Sprengstoff. Nach bisher unbestätigten Angaben soll der ursprünglich aus dem Sauerland stammende Mann psychisch auffällig gewesen sein. Welches Motiv er für seine Tat hatte, war zunächst weiter unklar.

Merkel zu Amokfahrt in Münster: "Bin zutiefst erschüttert"

Nach der Amokfahrt in Münster mit mindestens drei Todesopfern und über 20 Verletzten hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel bestürzt gezeigt. "Angesichts der schrecklichen Geschehnisse in Münster bin ich zutiefst erschüttert", sagte Merkel am Samstagabend. Es werde jetzt alles Denkbare zur Aufklärung der Tat und zur Unterstützung der Opfer und ihrer Angehörigen getan, so Merkel.

Allen Einsatzkräften vor Ort gelte ihr Dank. "Ich stehe im ständigen Austausch mit Innenminister Seehofer, Vizekanzler Scholz und Ministerpräsident Laschet", sagte die Kanzlerin weiter. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier äußerte sich zuvor ähnlich.

"Wir müssen von einer schweren Gewalttat ausgehen", sagte das Staatsoberhaupt. Nach letzten Informationen soll es sich nicht um einen Terroranschlag handeln. Der Täter soll ein Deutscher gewesen sein, der "psychisch auffällig" war, berichteten der Fernsehsender n-tv und die "Süddeutsche Zeitung" am Samstagabend unter Berufung auf eigene Informationen.

"Ein trauriger, ein schrecklicher Tag für unser Land", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). "Meine Gedanken und Gebete sind bei den Angehörigen der Toten und den Schwerverletzten in Münster", so Laschet.

Bundesinnenminister Horst Seehofer äußerte sich ähnlich und sagte, die Sicherheitsbehörden des Bundes stünden in engem Austausch mit den Behörden in Nordrhein-Westfalen. Selbst Carles Puigdemont, der am Mittag mit seiner Pressekonferenz in Berlin noch selbst die Schlagzeilen beherrscht hatte, meldete sich zu Wort: "Mein ganzes Mitgefühl und Solidarität den deutschen Bürgern, den Vertretern vor Ort und der Bundesregierung", so der ehemalige katalanische Regionalpräsident. Die Hauptdarsteller des Tatort Münster äußerten sich ebenfalls bestürzt: "Das ist eine Tragödie für die Stadt", sagte Axel Prahl.

Sein Kollege Jan Josef Liefers ergänzte: "Münster ist einer der friedlichsten und freundlichsten Orte, die ich kenne, und so wird es bleiben, trotz dieses sinnlosen und kranken Anschlags."

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18:30 Uhr > Der Münsteraner Oberbürgermeister Markus Lewe sagte: „Ganz Münster trauert über dieses schreckliche Ereignis. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Getöteten. Den Verletzten wünschen wir schnelle und baldige Genesung."

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18:14 Uhr >  Nach dem Vorfall mit einem Kleinlaster in Münster steigt die Zahl der Todesopfer an. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums kamen mindestens drei Menschen ums Leben, zudem tötete sich der mutmaßliche Täter offenbar noch im Fahrzeug mit einer Schusswaffe selbst. Der Mann war am frühen Nachmittag im "Kiepenkerl-Viertel" mit einem Kleinlaster und mit hoher Geschwindigkeit in eine Menschenmenge gefahren.

Neben den Todesopfern wurden rund 20 Menschen verletzt, mindestens fünf davon schwer. Die Altstadt von Münster wurde weiträumig abgesperrt. Die Polizei ging Gerüchten nach, wonach es weitere Täter geben könnte, die angeblich aus dem Fahrzeug geflüchtet sein sollen. Gesicherte Erkenntnisse dazu gab es nicht. Die Beamten riefen die Bevölkerung dazu auf, den Tatort zu meiden und keine Gerüchte zu verbreiten.

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17:55 Uhr > Der Münsteraner Oberbürgermeister Markus Lewe sprach den Opfern sein Mitgefühl aus und dankte den vielen Helfern. Er machte aber auch deutlich, dass zu diesem Zeitpunkt die Hintergründe des Vorfalls noch im Unklaren lägen. Die Polizei Münster sagte mittlerweile, dass sie in alle Richtungen ermittle. 

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17:53 Uhr > Die "Münstersche Zeitung" zeigt auf dem Schlossplatz von Münster mehrere Rettungshubschrauber, die gelandet sind. Die Zeitung spricht von drei Toten und 20 Verletzten und dass die Innenstadt von Münster komplett abgesperrt sei. Von den 20 Verletzten sollen sechs schwer verletzt sein. Die Polizei bittet weiterhin darum den Innenstadtbereich von Münster zu meiden, damit die Rettungsarbeiten nicht behindert werden. Offiziell hat sich die Polizei von Münster noch nicht zu dem Vorfall geäußert, daher sind alle Mutmaßungen zur Ursache der Tat zu diesem frühen Zeitpunkt reine Spekulation.

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17:31 Uhr > Bundesjustizministerin Katarina Barley, SPD, hat sich per Twitter zu den Vorgängen in Münster gemeldet: "Schreckliche Nachrichten aus Münster. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Danke an alle Rettungskräfte vor Ort. Müssen alles tun, um Hintergründe der Tat aufzuklären." Auch Robert Habeck von den Grünen meldete sich via Twitter: "Mit alle Gedanken, der Trauer und dem Entsetzen in Münster. Kraft und Stärke den Verletzen und Angehörigen."

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17:21 Uhr > In Münster gibt es aktuell einen Großeinsatz der Polizei. Dies bestätigt die Polizei Münster auf ihrem Facebookkanal. Der Einsatz findet an einer Gaststätte im "Kiepenkerl-Viertel" statt. Mehrere Medien, auch lokale Medien, berichten von mehreren Toten und Verletzten. Ein Kleinlaster in soll in die Menschen gefahren sein, die vor einer Gaststätte saßen. Die Einsatzstelle der Polizei sei weiträumig abgesperrt.

Laut der "Westfalenpost" sei der Wagen in eine Gruppe Menschen gefahren, die vor einem Lokal im "Kiepenkerl-Viertel" saßen. Es sollen rund 30 Menschen verletzt sein. Der mutmaßlich Tatverdächtige soll sich selbst vor Ort gerichtet haben. Die Polizei informiert unter @Polizei_nrw_ms und mahnt: "#Kiepenkerl: Weiterhin ist die Lage unübersichtlich . Bitte meidet den Bereich der Innenstadt. Wir sind für Euch vor Ort. Bitte keine Spekulationen."

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