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Foto vom ICAN Civil Society Forum in Wien. | Foto: ICAN

Anti-Atomwaffenkampagne ICAN bekommt Friedensnobelpreis

Oslo | Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) bekommt den Friedensnobelpreis im Jahr 2017. Das teilte das Nobelkomitee am Freitagvormittag in Oslo mit und lobte die Arbeit von ICAN. ICAN übte heute Kritik an der Bundesregierung.

Die Organisation wurde 2007 bei der Konferenz des Atomwaffensperrvertrags in Wien von der Organisation "IPPNW – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges" und anderen Organisationen ins Leben gerufen und in zwölf Ländern gestartet. Zu prominenten Unterstützern der Kampagne gehören der Dalai Lama, der Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-Moon und die früheren Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und Jody Williams.

Mit der Vergabe wolle das Nobelkomitee die Arbeit von ICAN würdigen, hieß es zur Begründung. Man hoffe, die Arbeit der Anti-Atomwaffenkampagne zu unterstützen. Der Nobelpreis wird seit dem Jahr 1901 jährlich vergeben, Stifter ist der schwedische Erfinder und Industrielle Alfred Nobel.

Friedensnobelpreisträger ICAN kritisiert Bundesregierung

Der frischgebackene Friedensnobelpreisträger ICAN hat die Bundesregierung kritisiert. Deutschland müsse den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen, sagte ICAN-Deutschland-Vorstand Sascha Hach am Freitagmittag. Damit solle nicht bis zu einer neuen Regierungsbildung gewartet werden, sondern diese Forderung gehe auch an die geschäftsführende Bundesregierung.

Stattdessen habe sich Deutschland zuletzt aus dem Kampf gegen Atomwaffen sogar zurückgezogen. Die von ICAN kritisierte Bundesregierung hatte zuvor noch selbst Glückwünsche überbracht. "Die Bundesregierung unterstützt das Ziel einer Welt ohne Atomwaffen und gratuliert dem Nobelpreiskomitee zu dieser Wahl sowie der Internationalen Kampagne für die Abschaffung von Atomwaffen für die Auszeichnung", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in der Regierungspressekonferenz.

Martin Schulz begrüßt Friedensnobelpreises für ICAN

SPD-Chef Martin Schulz hat die Vergabe des Friedensnobelpreiseses an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) begrüßt. Die Vergabe sei "ein kraftvolles Signal zur richtigen Zeit". Es mache deutlich, wie dringend mutige Initiativen für globale Abrüstung und eine Welt ohne Atomwaffen gebraucht werde.

"Wir brauchen keine neue Aufrüstungsspirale in der Welt, sondern eine Renaissance von vertragsgestützter Abrüstung und Rüstungskontrolle weltweit", so der SPD-Chef. Diese Mahnung des Nobelpreiskomitees müsse allen ein Auftrag sein, Abrüstung und eine mutige Friedenspolitik wieder als echte Priorität auf die Tagesordnung der internationalen Politik zu setzen. Deutschland und Europa müssten dabei vorangehen.

Gabriel gratuliert ICAN zum Friedensnobelpreis

Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) zum Friedensnobelpreis gratuliert: "Ich freue mich mit ICAN über die Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis. Dieser Preis ist Ausdruck der Anerkennung für die Arbeit von ICAN und allen anderen Organisationen, die sich für eine nuklearwaffenfreie Welt einsetzen", sagte Gabriel am Freitag. Die Bundesregierung teile mit all diesen Organisationen das Engagement für Abrüstung und das Ziel einer Welt ohne Atomwaffen.

"Dabei sind wir nicht immer der gleichen Auffassung, über die Wege, wie wir dieses Ziel erreichen können", so der Außenminister. Klar sei aber, dass die Welt derzeit vor einer Spirale neuer atomarer Aufrüstung stehe. Die Verleihung des Friedensnobelpreises an ICAN zeige, wie sehr das Nobelpreiskomitee sich dieser wachsenden Gefahr bewusst

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