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Türkei: Russischer Botschafter in Ankara erschossen

Ankara | aktualisiert | Der russische Botschafter in der Türkei, Andrej Karlow, ist am Montag erschossen worden. Karlow erlag einer Schussverletzung, die ihm ein unbekannter Angreifer bei der Eröffnung einer Kunstausstellung in Ankara zugefügt hatte. Der Täter habe zunächst in die Luft geschossen und dann mindestens drei Schüsse auf den Diplomaten abgegeben.

Karlow erlitt dabei schwere Verletzungen. Er wurde zunächst vor Ort behandelt, erlag aber wenig später seinen Verletzungen. Der Täter, der islamistische Parolen gerufen haben soll, wurde von türkischen Sicherheitskräften erschossen. Eine bislang unbekannte Anzahl weiterer Menschen wurde bei der Tat verletzt. Der türkische Innenminister traf unterdessen am Tatort ein. Die US-Regierung verurteilte den Anschlag.

CDU fürchtet neue Gewalt nach Ermordung von russischem Botschafter

Der CDU-Außenpolitiker Karl-Georg Wellmann hat das Attentat auf den russischen Botschafter in der Türkei scharf verurteilt und vor möglichen Konsequenzen gewarnt. "Es ist leider zu befürchten, dass sich die Spirale der Gewalt im Nahen Osten weiter drehen wird", sagte der Bundestagsabgeordnete dem "Handelsblatt". Mit Blick auf den tödlichen Angriff bei einer Ausstellungseröffnung in Ankara sagte Wellmann weiter: "Anschläge, welcher Art auch immer, sind schärfstens zu verurteilen. Das gilt besonders für das Attentat auf einen Diplomaten." Es müsse nun aufgeklärt werden, "ob die zuständigen Behörden in diesem Fall genug für die Sicherheit des Botschafters getan haben", fügte der CDU-Politiker hinzu. "Nach den Ereignissen in Syrien lag die besondere Gefährdungslage für den russischen Diplomaten auf der Hand."

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