Panorama Welt Nachrichten

Bericht: Chérif C. erhielt vor Tat Anruf aus Deutschland

Straßburg | Der mutmaßliche Attentäter von Straßburg, Chérif C., ist offenbar unmittelbar vor der Tat aus Deutschland angerufen worden. Das berichtete das RBB-Inforadio am Mittwochabend unter Berufung auf Sicherheitskreise. Er ging demnach jedoch nicht ans Telefon.

Unklar ist noch, wer ihn angerufen hat und warum. Dieser Frage gehen deutsche Ermittler nun intensiv nach, berichtet der RBB. Der Anruf ist ein weiteres Indiz dafür, dass Cherif C. Verbindungen nach Deutschland hat. 2016 war er in Deutschland vom Amtsgericht Singen zu einer Haftstrafe verurteilt worden, nachdem er in eine Apotheke in Engen in Baden-Württemberg sowie in eine Zahnarztpraxis in Mainz eingebrochen war.

2017 wurde er von den deutschen Behörden nach Frankreich ausgewiesen und mit einer Wiedereinreisesperre belegt. Nach Angaben des RBB-Inforadios war den deutschen Behörden nicht bekannt, dass Chérif C. In Frankreich als islamistischer Gefährder geführt wird, obwohl er im Grenzbereich zu Deutschland lebt und in Deutschland in Haft gewesen ist. Auch das Schengeninformationssytem enthielt demnach keinen Vermerk, dass Chérif C. in Frankreich als Gefährder geführt wird, sondern lediglich den Hinweis auf die Einreisesperre nach Deutschland.

Polizei sucht mit Fahndungsfoto nach Straßburger Attentäter

Nach dem Anschlag in Straßburg hat die dortige Polizei am Mittwoch eine Öffentlichkeitsfahndung mit Fahndungsfoto gestartet. Gesucht werde der 29-jährige Cherif C., teilten die Behörden am Abend mit. Der Tatverdächtige ist demnach 1,80 Meter groß und hat eine "normale Statur".

Er habe kurze Haare und eventuell einen Bart. Der Mann soll am Dienstagabend in der Nähe des Weihnachtsmarkts in der Straßburger Innenstadt mit einer automatischen Pistole das Feuer eröffnet haben. Zudem soll er mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen haben.

Während der Tat rief er laut Angaben der Ermittler "Allahu akbar". Deshalb vermuten die Behörden einen terroristischen Hintergrund. Zwei Menschen kamen bei dem Anschlag ums Leben, eine dritte Person ist hirntot. Zwölf weitere Menschen wurden verletzt, sechs davon schwer.

Straßburg: Staatsanwalt bestätigt terroristischen Hintergrund

Der für Antiterror-Ermittlungen zuständige Staatsanwalt im Landgericht in Straßburg hat bestätigt, dass der Terroranschlag am Dienstagabend in Straßburg einen terroristischen Hintergrund hatte. Der Tatverdächtige habe mehrfach "Allahu Akbar" gerufen, was die Vermutung eines terroristischen Hintergrunds erhärte, teilte der Staatsanwalt am Mittwoch mit. Zudem sei der Verdächtige "mit einer Handfeuerwaffe gesichtet" worden.

Er habe außerdem noch ein Messer benutzt, mit dem der 29-jährige Tatverdächtige mehrere Personen verletzt habe, so der Staatsanwalt weiter. Er sei mit einem Taxi vom Tatort weggefahren. Der Taxifahrer habe angegeben, dass der Verdächtige mit einer Handfeuerwaffe unterwegs gewesen sei.

Nachdem der Verdächtige das Taxi verlassen habe, sei es zu einem Schusswechsel mit Polizisten gekommen, so der Staatsanwalt. Der Tatverdächtige sei polizeibekannt gewesen. Unter den bisher bekannten Straftaten seien mehrere Diebstähle und Gewaltanwendungen gewesen.

Zudem sei er "den Ermittlungsbehörden wegen seiner Radikalisierung bekannt" gewesen. "Die Bedrohung ist immer noch real", sagte der Staatsanwalt. "Wir beklagen den Tod von zwei Personen, eine dritte Person ist hirntot, zwölf Personen wurden verletzt, sechs davon sehr schwer", so der Staatsanwalt weiter. Eine spezielle Einrichtung sei für die Angehörigen der Opfer eingerichtet worden.

Merkel kondoliert Macron nach Anschlag in Straßburg

Nach dem Anschlag in Straßburg mit mehreren Toten hat Bundeskanzlerin Angela Merkel dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron kondoliert. "Der gestrige Angriff auf den Straßburger Weihnachtsmarkt hat mich tief erschüttert", so Merkel am Mittwoch. "Wir trauern um die Menschen, die so jäh aus dem Leben gerissen wurden, und sind mit unseren Gedanken bei den Verletzten und den Angehörigen der Opfer."

Den Verletzten wünschte die Bundeskanzlerin eine baldige Genesung. "Im Namen der Bundesregierung spreche ich dem französischen Volk unser tief empfundenes Mitgefühl aus", so Merkel weiter. "In diesen schweren Stunden steht Deutschland fest an der Seite Frankreichs."

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