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Forscherteam entdeckt im Irak 3.400 Jahre alten Bronzezeit-Palast

Mossul | Ein bislang unbekanntes, riesiges Regierungsgebäude haben Archäologen im Norden Mesopotamiens entdeckt. Die Überreste des Palastes aus dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend seien von Hasan Qasim entdeckt worden, dem Chef der kurdischen Antikenbehörde im Nordirak, berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit" in ihrer aktuellen Ausgabe. Die Überreste aus altorientalischer Zeit hätten im See des Mossul-Staudamms gelegen und seien bei besonders niedrigem Wasserspiegel zutage getreten.

Im vergangenen Jahr hätten die Ausgrabungen am Ostufer des Tigris unter der Leitung der Archäologin Ivana Puljiz von der Universität Tübingen begonnen, berichtet die Zeitung weiter. Schnell seien die Ausmaße des altorientalischen Baus am Fundort Kemune deutlich geworden. "Zwanzig Räume haben wir bisher entdeckt", sagte Puljiz der Wochenzeitung "Die Zeit".

Einige seien verziert gewesen mit Wandmalereien in leuchtenden Rot- und Blautönen. Die Gesamtgröße des Palastes, der über dem Tigristal thronte, belaufe sich auf mindestens 2.000 Quadratmeter. Keilschriftfunde verraten, dass es sich um ein Bauwerk aus der Zeit des mächtigen Mittani-Reichs handele.

Dieses erstreckte sich im 15. bis 14. Jahrhundert vor Christus über weite Teile Nordmesopotamiens und Syriens. Der Fund zählt zu den bedeutendsten archäologischen Entdeckungen der letzten Jahrzehnte in der Region. Dank der Keilschrifttafeln habe die Philologin Betina Faist von der Universität Heidelberg herausgefunden, dass es sich bei dem heutigen Ort Kemune höchstwahrscheinlich um die alte Stadt Zachiku handelt, die bereits um 1800 vor Christus in altorientalischen Quellen erwähnt wurde, berichtet die Zeitung weiter.

Die Ausgrabungen seien durch die anhaltende Dürre ermöglicht worden. Mehr als 30 Jahre lang lag der Ort unter der Oberfläche des Sees. "Hier war alles unter Wasser", sagte Qasim der Wochenzeitung "Die Zeit", als er seinen spektakulären Fund präsentierte.

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