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Kriminologe: US-Kinder werden zu oft geschlagen

Hannover | Der Kriminologe Christian Pfeiffer sieht im Ende des Züchtigungsrechts für Eltern und Lehrer den einzigen Weg, um die Gewaltspirale in den USA zu stoppen. Die US-amerikanische Gesellschaft werde dadurch aggressiv aufgeladen, dass Kinder dort extrem häufig geschlagen würden, sagte Pfeiffer der "Passauer Neuen Presse" (Freitagsausgabe). "Das ist eine völlig andere Kultur als bei uns in Europa."

In 19 Bundesstaaten dürften Lehrer immer noch ihre Schüler schlagen. "Bei den Kindern entsteht da ein Ohnmachtsgefühl. Wenn sie groß werden, wollen sie diese Ohnmacht loswerden und Macht haben", erklärte der frühere Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen.

Waffen verliehen das Gefühl von Macht und seien in den USA leicht zugänglich. Die Idee von US-Präsident Donald Trump, Lehrer zu bewaffnen, um Amokläufer zu stoppen, nannte Pfeiffer "absurd". "Gegen einen Amokläufer, der mit gezogener Waffe in den Klassenraum stürmt, hätte der überraschte Lehrer doch keine Chance. Bevor er seine Waffe in der Hand hat, wäre er schon tot." Dem US-Präsidenten unterstellte Pfeiffer eine "Cowboymentalität".

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