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Situation auf Rettungsschiff "Sea Watch 3" spitzt sich zu

Berlin | 18 Tage nach der Rettung von 49 Geflüchteten durch zwei Hilfsschiffe deutscher Aktivisten spitzt sich die Lage auf der "Sea Watch 3" zu. "Die Situation ist menschlich nicht mehr vertretbar", sagte die Kinderärztin Stephanie Schüssele, die bis zum vergangenen Freitag auf dem Schiff im Einsatz war, der "Frankfurter Rundschau" (Mittwochsausgabe). "Es ist unbedingt notwendig, dass die Menschen von Bord kommen."

Die Wasservorräte an Bord gingen zur Neige, viele Menschen seien seekrank. Dazu komme die Ungewissheit, wie es weitergeht. Die Verzweiflung sei riesig.

"Es hat immer wieder Situationen gegeben, bei denen wir Angst hatten, dass sie eskalieren", sagte Schüssele. So sei am vergangenen Freitag ein Mann vom Schiff gesprungen, weil er zur maltesischen Küste habe schwimmen wollen. Die Helfer hätten ihn aber retten und wieder aufs Schiff holen können.

"Dass die Lage an Bord bisher nicht völlig eskaliert ist, liegt nur daran, dass die Crew rund um die Uhr ihr Bestes gibt, um die Situation irgendwie in den Griff zu bekommen", sagte Schüssele der Zeitung.

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