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Überwachungssoftware-Hersteller spricht von "Falschbeschuldigungen"

Tel Aviv | Die in Israel ansässige NSO Group, Hersteller von Überwachungssoftware, hat die jüngsten Berichte über das Ausspionieren von hochrangigen Politikern und Journalisten als "Falschbeschuldigungen" bezeichnet.

"Bei der Liste handelt es sich nicht um eine Liste von Zielpersonen oder potenziellen Zielpersonen von Pegasus 2", sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Die Nummern auf der Liste, die verschiedene Medien nach eigenen Angaben einsehen konnten, stünden "in keiner Weise mit der NSO Group in Verbindung."

Behauptungen, dass ein Name auf der Liste zwangsläufig mit einer Zielperson oder potenziellen Zielperson von Pegasus in Verbindung stünden, seien "unzutreffend". Die NSO Group sieht sich als "Technologieentwickler", der Softwarelösungen an Regierungen und Strafverfolgungsbehörden lizenziert, um Terrorakte zu untersuchen und zu verhindern, Verbrechen zu bekämpfen und die öffentliche Sicherheit zu erhöhen. In Deutschland hatten "Süddeutsche Zeitung", NDR, WDR und die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet, unter anderem der französische Präsident Emmanuel Macron sei ins Visier von "Pegasus" geraten.

Eine marokkanische Behörde habe ihn 2019 angeblich ausforschen wollen, wie eine Liste geleakter Telefonnummern zeige. "Süddeutsche Zeitung", NDR, WDR und die Wochenzeitung "Die Zeit". Auch die Mobilnummer von Charles Michel, damals Belgiens Premierminister und heute Präsident des Europäischen Rates, soll ein potenzielles Ziel gewesen sein.

Außerdem sollen hunderte Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und Oppositionelle aus der ganzen Welt mit ihren Rufnummern auf einer Liste mit 50.000 Telefonnummern stehen, die mutmaßlich als Ziele möglicher Überwachung ausgewählt wurden. Mit Hilfe forensischer Untersuchungen hätten in 37 Fällen versuchte oder erfolgreiche Angriffe auf den Handys der angeblichen Zielpersonen nachgewiesen werden können, hieß es.

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