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Martin Schulz nach der Wahlkundgebung in Köln - mehr als 1.500 Menschen feierten ihn mit Martin, Martin-Rufen

Martin Schulz begeistert auf dem Kölner Heumarkt

Köln | aktualisiert | Martin Schulz sagt er werde Bundeskanzler und kämpft bis zur letzten Minute. Heute war er in Köln auf dem Heumarkt und der war mehr als gut gefüllt, vor allem zur Rede von Schulz. Es gab langen Applaus und Martin, Martin-Rufe zum Ende der Rede. Zuvor sind die Kölner Bundestagsabgeordneten auf der Bühne und stellten sich den Fragen. Report-K berichtete live vom Heumarkt, hier das Plädoyer von Martin Schulz zur Wahl zu gehen. (Die gesamte Rede finden Sie im Livestream am Ende des Artikels.

Die Kölner Direktkandidaten im Talk

Der Heumarkt voll und der Kölner SPD-Vorsitzende Ott spricht von Rückenwind durch die Wahlkundgebung und den Zuspruch. Anders als bei Angela Merkel krakelt niemand gegen Schulz. Ab und an ein zustimmender Zwischenruf. Martin Schulz redet sich zunehmend in die Herzen der Menschen, findet ihre Zustimmung und erreicht sie mit seinen Inhalten. Er überzieht seine Redezeit und am Ende tritt er mit den Direktkandidaten auf die Bühne und wird minutenlang umjubelt. Schulz holt sich den Respekt der Anwesenden, indem er diesen für alle Menschen einfordert, auch das ist Gerechtigkeit. Er verwahrt sich gegen Vergleiche die ihm attestierten den Charme eines Eisenbahnschaffners zu haben, nicht weil ihn das beleidigen würde, sondern weil es einen ehrbaren Beruf diskreditiert. Schulz hinterfragt die Haltung derer, die solche Sätze schrieben: "Respekt ist nicht eine Frage des Bildungsgrades oder des Titels. Respekt steht jedem zu." Hier ist Schulz stark und authentisch. Von Merkel fordert immer noch einen Disput um Wirtschaft und Digitalisierung und wirft ihr vor, dass sie der Auseinandersetzung aus dem Weg geht.

Martin Schulz wirft der CDU Arroganz vor, als er CDU-Generalsekretär mit seinem Satz zu Miniobs zitiert. Denn Tauber unterstellte Minijobbern nichts anständiges gelernt zu haben, denn sonst brauche man diese Jobs nicht. Schulz macht sich für das Prinzip des tarifgebundenen und unbefristeten Arbeitsverhältnis als Normalität stark.

Seiner Kontrahentin Merkel wirft er vor die Unterschiede zwischen ihr und ihm zu verwischen, indem sie jeden Vorschlag der SPD "nachplappere". Schulz zeigte ein Beispiel auf: Die Rente, die die Kanzlerin nicht ändern wolle. Das führe nach Schulz zu einer Absenkung der Rente und bedeute Rente mit 70. Dies sei eine Kampfansage an die jüngere Generation. Und Schulz versprach mit ihm als Bundeskanzler gebe es die Rente mit 67.
Schulz: "Angela Merkel will in die Aufrüstung investieren, ich nicht" und meint damit, dass 2 Prozent des Bruttoninlandsproduktes für Rüstung ausgegeben - also die Nato-Zielvereinbarung eingehalten werden soll. Dass sich Merkel dazu nicht äußere hält Schulz für einen Skandal. Heute werden 36 Milliarden Euro, so Schulz, für die Bundeswehr ausgegeben. Bei zwei Prozent der Wirtschaftsleistung wären dies zwischen 65 und 70 Milliarden Euro. "Ich möchte dass wir dieses Geld in die Schulen, in die Universitäten, den Breitbandausbau oder sozialen Wohnungsbau stecken", rief Schulz. Dafür erntete Schulz viel Applaus.

Auch mit der AfD ging Schulz klar und hart ins Gericht. Er erinnerte an die Geschichte der SPD und ihrer Widerständigkeit gegen die Nationalsozialisten. Gauland, Höcke und die AFd nannte er Feinde der Deutschen Demokratie. Schulz: "Diese Organisation der Hetzer ist doch keine Alternative für Deutschland, sie ist eine Schande für die Bundesrepublik. Wir werden gegen die kämpfen."

Schulz forderte auf den Klimawandel erst zu nehmen und die Klimaziele umsetzen. Ein ausführliches Plädoyer hielt Schulz für Europa. Schulz zum Schluss seiner Rede: "Am 24. September gibt es eine Wahl. Eine Wahl zwischen einer Kanzlerin die die Debatte um die Zukunft verweigert und jemand der Euch sagt, was er will."

Report-K berichtete im Livestream vom Heumarkt ab 18 Uhr. Die Wahlkundgebung der SPD auf dem Kölner Heumarkt zum Nacherleben im Livestreamarchiv.

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Alle Informationen zur Bundestagswahl 2017 und Interviews mit den Kölner Direktkandidaten finden Sie hier im Bundestagswahl Spezial von report-K >

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Berlin | Im Wahlkampfendspurt kann SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz laut einer Emnid-Umfrage im direkten Vergleich mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aufholen. Könnte der Bundeskanzler direkt gewählt werden, würden sich laut der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts für die "Bild am Sonntag" aktuell nur noch 45 Prozent für Merkel entscheiden, Schulz käme auf 32 Prozent. Es ist Schulz bester persönlicher Wert seit März.

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Spezial Bundestagswahl 2017

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Das Spezial von report-K, Internetzeitung Köln mit den Themen, Nachrichten, Interviews und Meldungen zur Bundestagswahl 2017

Das Bundestagsspezial

Mit dem Wahlabend endet das Bundestagswahl-Spezial von report-K. Die weitere Berichterstattung ab 25. September finden Sie wie gewohnt in den Rubriken Politik Deutschland oder Politik Köln.

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Report-K begleitete mehrere Veranstaltungen zur Bundestagswahl im Livestream, die Sie hier noch einmal nachsehen können:

Der Wahlabend im Kölner Rathaus

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SPD-Wahlkundgebung auf dem Kölner Heumarkt

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SPD-Townhall-Meeting mit Heiko Maas

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Report-K interviewte die Kölner Direktkandidaten zur Bundestagswahl 2017

Die Kölner Direktkandidaten nach Parteien

Die Kölner Direktkandidaten nach Wahlkreisen

Basisinfo: So wählt Köln

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Am 24. September wählen über 731.000 Kölnerinnen und Kölner die Abgeordneten des 19. Deutschen Bundestages in vier Wahlkreisen. Es gibt 800 Urnenstimmbezirke in 245 Wahlgebäuden von denen 83 Prozent aller Wahlräume rollstuhlgerecht sind und 245 Briefwahlstimmbezirke.

Erststimme: In den Wahlkreisen Köln I bis III treten Kandidaten der Parteien CDU, SPD, GRÜNE, DIE LINKE, FDP, AfD, Die PARTEI, MLPD und in Köln IV die Parteien CDU, SPD, GRÜNE, DIE LINKE, FDP, AfD, Die PARTEI, MLPD sowie der Einzelbewerber Daniel Werner an.

Zweitstimme: In NRW sind 23 Landeslisten mit 615 Bewerbern zugelassen.

Wahlhelfer in Köln: 6.500

Vier Kölner Wahlkreise

Wahlkreis 93 - Köln I
Stadtbezirke Porz und Kalk und vom Stadtbezirk Innenstadt die Stadtteile Deutz, Altstadt/Nord sowie Neustadt/Nord

Wahlkreis 94 - Köln II
Stadtbezirke Lindenthal und Rodenkirchen und vom Stadtbezirk Innenstadt die Stadtteile Altstadt/Süd sowie Neustadt/Süd

Wahlkreis 95 - Köln III
Stadtbezirke Chorweiler, Ehrenfeld und Nippes

Wahlkreis 101 - Leverkusen-Köln IV
Stadtbezirk Mülheim und das Stadtgebiet Leverkusen

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29. September 2017 geplant
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