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Europawahl 2019: Die meisten Kölner Stadtteile begrünt

Köln | Die Europawahl 2019 hat die politischen Machtverhältnisse in Köln auf den Kopf gestellt. Ein Beispiel: In Lindenthal erreichte die CDU bei der Europawahl 2014 genau 31,84 Prozent der Stimmen. Jetzt bei der Europawahl nur noch 22,77 Prozent. Die Grünen holen bei der Europawahl 38,31 Prozent der Stimmen und werden damit stärkste Kraft in Lindenthal. Mit 45 gewonnenen Stadtteilen quer durch Köln gewinnt die Ökopartei nicht nur in den Epizentren der grünen Milieus Ehrenfeld und Nippes sondern auch in konservativen Milieus und ehemaligen Arbeiterquartieren.

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Grüne holen SPD- und CDU-Hochburgen

Die Kölner Grünen selbst sprechen von einem großartigen Ergebnis und klopfen sich auf die Schulter vor allem im Bereich Klimaschutz. Besonders interessant ist der Blick auf die Stadtteile in Köln vor dem Hintergrund wo die meisten Kraftfahrzeuge zugelassen sind und der Vergleich mit den grünen Hochburgen. Schauen wir noch einmal auf Lindenthal. Dort sind nach Angaben der Offenen Daten Köln 2012 exakt 13.459 Kraftfahrzeuge zugelassen und damit liegt dieser Stadtteil in der Spitzengruppe. Auch Ehrenfeld, die Grünen holten hier über 45 Prozent, liegen die Kraftfahrzeug-Zulassungszahlen an der Spitze mit 15.395, in Sülz sind es sogar 16.105 Kraftfahrzeuge und in Nippes 12.529. Auch in Mülheim sind 14.110 und in Dellbrück 11.766 Kraftfahrzeuge zugelassen. Allerdings liegen die privaten PKW-Zulassungszahlen pro 1.000 Einwohner in diesen Stadtteilen nicht in der Spitzengruppe. Alles grüne Hochburgen.

Lindenthal ist noch ein gutes Beispiel in anderer Hinsicht. Bei der Europawahl 2014 lag die Wahlbeteiligung in Lindenthal bei nur 65,89 Prozent. 2019 wählten über 10 Prozent mehr, denn die Wahlbeteiligung lag bei 78,35 Prozent im Stadtteil. Die Grünen räumten mit 38,31 Prozent bei gestiegener Wahlbeteiligung ab. Ein Ergebnis, dass selbst die CDU nicht bei der Europawahl 2009 schaffte und zuletzt 2004 mit 39,89 Prozent erreichte. Spannend dürfte die Frage sein, wie die Grünen die hochgesteckten Klimaziele selbst erreichen wollen, vor allem ohne Einschränkungen bei privaten Vorlieben, wie PKW, SUV oder den Urlaubsflügen. Ein ähnlicher Vergleich wie in Lindenthal gelingt auch im rechtsrheinischen Köln, etwa in Dellbrück. Vergessen scheint zudem, dass es die Grünen und die SPD waren, die, als sie noch in der Landesregierung NRW waren, RWE den Weiterbetrieb des Braunkohletagebaus gestatteten und den „Hambi“ opfern wollten.

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Die Grünen in den SPD-Hochburgen

Die Kölner SPD ist pulverisiert. Vier Stadtteile kann sie noch für sich reklamieren, alle anderen gehen an die Grünen oder die CDU. Selbst klassische Arbeiterquartiere wie Buchforst gingen verloren. 2004 wählten dort noch 31.47 Prozent der Bürgerinnen und Bürger die SPD. Heute sind die Grünen dort stärkste Kraft mit 23,29 Prozent. Und die Wahlbeteiligung liegt unter dem Kölner Durchschnitt bei nur 46,67 Prozent. 2014 konnte die SPD dort noch 37,95 Prozent (2019: 21,99 Prozent) für sich erreichen, allerdings bei unterirdischer Wahlbeteiligung von nur 36,49 Prozent. Oder Kalk: Geringe Wahlbeteiligung als in der Gesamtstadt und 31,63 Prozent wählen Grün im Jahr 2019. Die Kölner SPD erreichte 2014 bei der Europawahl 33,37 Prozent. Auffallend ebenfalls das Ergebnis in Humboldt/Gremberg. Die SPD errang 35,48 Prozent der Stimmen im Jahr 2014, heute liegen die Grünen mit 25,27 Prozent vorne und selbst die Partei gewinnt 5,95 Prozent der Stimmen.

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Die Europawahl 2019 sieht in Köln eigentlich nur einen Sieger, das sind die Grünen. Sie sind zum Machtfaktor geworden und dominieren CDU und SPD. Im Jahr 2020 stehen in Köln Kommunalwahlen an. Im aktuellen Stadtrat sind die Fraktionen von SPD und CDU stärker als die Grünen, aber alle liegen bei den Sitzen annähernd gleichauf. Es dürfte interessant werden wie das Kernbündnis aus CDU und Grünen im Stadtrat nach diesen Ergebnissen weiterarbeitet und vor allem wie die Parteien im Herbst die Weichen für die Kommunalwahl 2020 stellen. Als Juniorpartner, wie seit Jahrzehnten gehen die Kölner Grünen sicherlich nicht in diese kommende Kommunalwahl sondern nach dieser Europawahl von der Pole Position.

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Interviews zur Europawahl 2019

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Interviews mit den Kandidaten zur Europawahl 2019

Die Redaktion von report-K fragte alle Parteien und Gruppierungen an und bat um die Nennung von Interviewpartnerinnen und -partner von Kandidatinnen und Kandidaten zur Europawahl 2019. Nicht alle Parteien antworteten oder schickten Kandidaten. Die Liste der Parteien, die keine Interviewkandidaten anboten, finden sie am Ende dieser Direktlinks zu den einzelnen Kandidateninterviews.

Martin Schulz, SPD, (kein Kandidat) im Europawahlkampf in Köln

Martin Schirdewan, Die Linke

Damian Boeselager, Volt

Marie-Isabelle Heiß, Volt Europa

Andre Veltens, Partei der Humanisten

Engin Eroglu, Freie Wählern

Christian Rombeck, Demokratie direkt

Fabienne Sandkühler, Partei der Humanisten

Michael Kauch, FDP

Murat Yilmaz, Die Linke

Eileen O‘Sullivan, Volt

Hans Werner Schoutz, LKR

Prof. Dr. Holger Schiele, LKR

Birgit Beate Dickas, Die Partei
Sabine Kader, Die Partei

Inga Beißwänger, Bündnis Grundeinkommen

Inessa Kober, MLPD

Fritz Ullmann, MLPD

Reinhard Bütikofer, Bündnis 90/Die Grünen

Katarina Barley, SPD

Gerd Kaspar, FDP

Moritz Körner, FDP

Philipp Tentner, SGP

Renate Mäule, ÖDP

Elisabeth Zimmermann-Modler, SGP

Arndt Kohn, SPD

Dietmar Gaisenkersting, SGP

Claudia Walther, SPD

Alexandra Geese, Bündnis 90/ Die Grünen

Nadine Milde, Bündnis 90/Die Grünen

Sandra Lück, Tierschutzpartei

Daniel Freund, Bündnis 90/Die Grünen

Nicola Beer, FDP Spitzenkandidatin

Axel Voss, CDU

Felix Werth, Partei für Gesundheitsforschung

Karin Schäfer, Die Violetten

Marion Schmitz, Die Violetten

Claudia Krüger, Aktion Partei für Tierschutz – Das Original - Tierschutz hier!

Dr. Tobias Lechtenfeld, Volt Europa

Friedrich Jeschke, Volt Europa

Michael Schulz, Die Grauen – Für alle Generationen

Chris Pyak, Neue Liberale

Christian Rombeck, Demokratie direkt

Georg Lenz, Die Partei

Niels Geucking, Familienpartei

Helmut Geucking, Familienpartei

Diese Parteien und Vereinigungen nahmen das Interviewangebot von report-K nicht wahr: Piratenpartei Deutschland, Graue Panther, DER DRITTE WEG,Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), DIE RECHTE,Ab jetzt...Demokratie durch Volksabstimmung, Menschliche Welt (MENSCHLICHE WELT), PARTEI FÜR DIE TIERE DEUTSCHLAND (PARTEI FÜR DIE TIERE), Alternative für Deutschland (AfD), Demokratie in Europa - DiEM25, Ökologische Linke (ÖkoLinX), Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit (BIG), Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz (Tierschutzallianz), Bündnis C - Christen für Deutschland (Bündnis C), Bayernpartei (BP), Europäische Partei LIEBE (LIEBE), Feministische Partei DIE FRAUEN (DIE FRAUEN), Christlich-Soziale Union in Bayern e.V. (CSU).

Diese Parteien sind dabei

Diese Parteien und politischen Vereinigungen sind zur Europawahl 2019 in Deutschland zugelassen:
1. Familien-Partei Deutschlands (FAMILIE)
2. PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei)
3. Piratenpartei Deutschland (PIRATEN)
4. Graue Panther (Graue Panther)
5. Die Grauen – Für alle Generationen (Die Grauen)
6. Aktion Partei für Tierschutz – DAS ORIGINAL (TIERSCHUTZ hier!)
7. Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)
8. DER DRITTE WEG (III. Weg)
9. FREIE WÄHLER (FREIE WÄHLER)
10. Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)
11. DIE RECHTE – Partei für Volksabstimmung, Souveränität und Heimatschutz (DIE RECHTE)
12. Partei für Gesundheitsforschung (Gesundheitsforschung)
13. Deutsche Kommunistische Partei (DKP)
14. Die Violetten (DIE VIOLETTEN)
15. Volt Deutschland (Volt)
16. Partei der Humanisten (Die Humanisten)
17. Ab jetzt...Demokratie durch Volksabstimmung (Volksabstimmung)
18. Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI)
19. Sozialistische Gleichheitspartei, Vierte Internationale (SGP)
20. Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
21. Menschliche Welt (MENSCHLICHE WELT)
22. Bündnis Grundeinkommen (BGE)
23. PARTEI FÜR DIE TIERE DEUTSCHLAND (PARTEI FÜR DIE TIERE)
24. Neue Liberale – Die Sozialliberalen (NL)
25. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)
26. Alternative für Deutschland (AfD)
27. Demokratie in Europa - DiEM25
28. Freie Demokratische Partei (FDP)
29. Ökologische Linke (ÖkoLinX)
30. Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit (BIG)
31. DIE LINKE (DIE LINKE)
32. Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz (Tierschutzallianz)
33. Bündnis C - Christen für Deutschland (Bündnis C)
34. LKR
35. Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD)
36. Bayernpartei (BP)
37. Europäische Partei LIEBE (LIEBE)
38. Feministische Partei DIE FRAUEN (DIE FRAUEN)
39. Demokratie DIREKT! (DIE DIREKTE!)
Mit Listen für einzelne Länder wurden zugelassen:
1. Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
- in allen Ländern außer Bayern –
2. Christlich-Soziale Union in Bayern e.V. (CSU)
- in Bayern –

Kölner Karneval

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Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

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Designer*innen-Gespräche

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Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

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