Politik Nachrichten Kommunalwahl 2020

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Kommunalwahl 2020: OB Reker erhält Denkzettel und muss in die Stichwahl

Köln | Liveticker | 14 Millionen Nordrhein-Westfalen können heute an der Kommunalwahl teilnehmen. In Köln sind dies rund 825.000 Menschen. Viele von ihnen haben schon per Brief- oder Direktwahl gewählt. Gewählt werden: Oberbürgermeister/in, Stadtrat, Bezirksvertretung, Integrationsrat und indirekt die Mitglieder der Landschaftsversammlung Rheinland. Auch wenn noch einzelne Stimmbezirke ausgezählt werden müssen, so lässt sich festhalten;: Am 27. September bestimmt Köln seine Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister in der Stichwahl. Die Grünen sind die großen Gewinner der Ratswahl und in sechs von neun Bezirksvertretungen werden sie den Bezirksbürgermeister stellen. Zwei konnte die CDU erringen, einen die SPD.
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Interviews und mehr Informationen zur Kommunalwahl finden Sie im Spezial von report-K
Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 in NRW
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Der Liveticker wurde um 23.53 Uhr beendet.
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OB-Wahl
Hochrechnung Infratest dimap 20:10 Uhr
Henriette Reker, parteilos: 45,3 %
Andreas Kossiski, SPD: 26,9 %
Jörg Detjen, Die Linke: 6,8 %
Christer Cremer, AfD: 4,5 %
Olivier Fuchs, Volt: 4,3 %
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Die Stadtrats-Wahl
Hochrechnung Stadt Köln
SPD: 21,7%
CDU: 21,0 %
Bündnis 90/Grüne: 28,5 %
Linke: 6,7 %
AfD: 4,5 %
FDP: 5,3 %
Andere: 12,4 %
Wahlabend mit klaren Erkenntnissen, wenn auch noch Ergebnisse fehlen

23:50 Uhr > Auch wenn immer noch nicht alle Stimmbezirke ausgezählt sind, lässt sich festhalten: Es wird eine Stichwahl geben und die Grünen sind die Gewinner der Wahl. Verlierer ist vor allem die CDU, aber auch die SPD.

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Wahlabend zieht sich

23:22 Uhr > Es gibt weder bei der Ratswahl, der Wahl der Oberbürgermeisterwahlen noch bei den Bezirken komplett ausgezählte Ergebnisse. So fehlen bei der OB-Wahl noch vier Ergebnisse, bei der Ratswahl 11 und bei den Bezirksvertetungen noch 21 Ergebnisse.

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Merz: CDU darf ihre "Schwächen nicht übersehen"

22:38 Uhr > Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, hat seine Partei davor gewarnt, falsche Schlüsse aus dem Ergebnis der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen zu ziehen. Trotz des Wahlerfolges dürfe die CDU ihre "Schwächen nicht übersehen", sagte der frühere Vorsitzende der Unionsfraktion in einer ersten Reaktion den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben). Die CDU verliere vor allem in den Großstädten an die Grünen.
"Die CDU braucht deshalb ein Konzept, wie sie mit dieser Herausforderung umgeht", forderte Merz. "Die Bundestagswahl 2021 lässt sich nicht alleine im ländlichen Raum gewinnen."
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Bezirksvertretungswahl zeigt Tendenzen

22:35 Uhr > Bei der Auszählung der Bezirksvertretungen zeigen sich, wenngleich es sich hier um reine Additionen und nicht um eine Hochrechnung handelt und auch immer noch Stimmbezirke nicht ausgezählt sind Tendenzen, wie bei der Ratswahl. Auch hier schneiden die Grünen als stärkste Kraft insgesamt ab. Zu den einzelnen Stadtbezirken: In Ehrenfeld wird Jupp Wirges sein Amt verlieren, denn die Grünen liegen uneinholbar vorne. In der Innenstadt liegen die Grünen über 40 Prozent und deklassieren die anderen Parteien. Auch in Rodenkirchen, Lindenthal, Nippes liegen die Grünen klar vorne. In Porz und Chorweiler liegt die CDU vorne und in Kalk und Mülheim liefern sich SPD und Grüne ein Kopf an Kopf-Rennen.
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Jörg Detjen, OB-Kandidat Linke::

22:22 Uhr > „Jetzt gibt es die Chance, mit den Ergebnissen eine progressive Entwicklung in der Stadt hinzubekommen. Die Grünen müssen jetzt gestalten und können sich dabei nicht mit dem Hinweis auf eine große Koalition herausreden. Die Grünen müssen jetzt ihr linkes Profil zeigen und wir sind gespannt, ob sich daraus Gespräche mit uns ergeben. Mein Ergebnis als OB-Kandidat ist überraschend gut und anders als sonst üblich besser als das der eigenen Partei. Das ergibt sich wohl auch aus meiner langen Arbeit im Rat und daraus, dass man bei den Gründen und der SPD nicht mit den eigenen Kandidaten zufrieden war. Für die Linke ist das Ergebnis ein weiterer kleiner Schritt voran.“
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Ralph Sterck, Fraktionsvorsitzender FDP:

22:20 Uhr > „Wir sind enttäuscht vom Ergebnis, da wir gedacht haben, dass wir besser abschneiden werden als bei der Kommunalwahl 2014 – einem sehr schweren Jahr für die FDP. Das Feedback bei unserer Wahlkampagne war gefühlt besser. Insofern ist das Ergebnis ernüchternd. Wir waren bislang die fünftstärkste Krsft im Rat und würde das genauso gerne halten wie das fünfte Ratsmandat. Jetzt müssen wir auch sehen, was die Briefwahl noch bringt. Bei der OB-Wahl hätte ich eine Stichwahl nicht erwartet. Die Umfrage zehn Tage vor der Wahl hatte da noch ganz andere Zahlen gebracht. Da fragt man sich nach dem Sinn solcher Umfragen.“
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NRW-Wahlen: Denkzettel für Oberbürgermeister in Köln und Düsseldorf

22:14 Uhr >Bei den Oberbürgermeisterwahlen in NRW hat es am Sonntag Denkzettel für die Amtsinhaber in den beiden einwohnerreichsten Städten gegeben. In Köln verpasste die parteilose Amtsinhaberin Henriette Reker anders als vor fünf Jahren die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang und muss in einer Stichwahl gegen Andreas Kossiski (SPD) antreten. In Düsseldorf bekam Amtsinhaber Thomas Geisel (SPD) sogar nur die zweitmeisten Stimmen hinter dem Herausforderer von der CDU und muss ebenfalls in einen zweiten Durchgang.

Das war zwar 2014 auch schon so, damals hatte er aber im ersten Wahlgang noch eine deutlich höhere Zustimmung bekommen. In der drittgrößten NRW-Stadt Dortmund bekam SPD-Kandidat Thomas Westphal im ersten Wahlgang die meisten Stimmen, nachdem sein Parteifreund und Vorgänger Ullrich Sierau nach drei Amtszeiten nicht mehr angetreten war. Westphal muss gegen Andreas Hollstein (CDU) in die Stichwahl.

Damit ist Essen die größte Stadt in NRW, in der dem Amtsinhaber ein zweiter Wahlgang erspart bleibt. Thomas Kufen (CDU) erreichte am Sonntagabend bereits in der ersten Runde die absolute Mehrheit.
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NRW-Kommunalwahlen: CDU stärkste Kraft

22:02 Uhr > Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen bleibt die CDU laut einer Prognose des WDR stärkste Kraft. Demnach kommt die Partei von Ministerpräsident Armin Laschet auf 36 Prozent, 2014 lag sie noch bei 37,5 Prozent. "Dieser Abend gibt zusätzliche Kraft", sagte Laschet der "Bild".

"Das ist ein großer Erfolg im ganzen Land, in den ländlichen Räumen ebenso wie in vielen großen Städten. Dieses starke Ergebnis gibt Rückenwind für den Kurs der Mitte", so Laschet, der im Dezember neuer CDU-Bundesvorsitzender werden will. Die bisherige Amtsinhaberin, Annegret Kramp-Karrenbauer, zeigte sich ebenfalls erfreut vom Ergebnis ihrer Partei.

"Die CDU bleibt in NRW prägende Kommunalpartei und ist eindeutig stärkste Kraft", teilte sie am Sonntagabend über Twitter mit. Zulegen konnten der Prognose zufolge die Grünen, die auf 19 Prozent kommen. "Glückwunsch an die Grünen NRW zum historisch besten Ergebnis bei einer Kommunalwahl", teilte die Bundesvorsitzende der Grünen Annalena Baerbock über Twitter mit.

Vor sechs Jahren erhielt ihre Partei 11,7 Prozent der Stimmen. Starke Verluste hingegen erlitt die SPD, die laut Prognose auf 23,5 Prozent kommt, das entspricht einem Minus von 7,5 Prozent im Vergleich zu 2015. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und Chef der NRW-Landesgruppe, Achim Post, sprach von einem "Tag mit Licht und Schatten": "Auf der einen Seite stehen die sich abzeichnenden Erfolge in etlichen Städten und Gemeinden, auf der anderer Seite geben uns die Verluste in der landesweiten Zustimmung zu denken", sagte Post dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Montagsausgabe). Die AfD kommt der Prognose zufolge auf 6 Prozent, die FDP auf 4,5 Prozent und die Linke auf 4 Prozent.
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prognose_stadtratswahl_13092020

Die Stadtrats-Wahl
Prognose Infratest Dimap
SPD: 20%
CDU: 20,5 %
Bündnis 90/Grüne: 29 %
Linke: 7 %
AfD: 5 %
FDP: 5,5 %
Volt: 5,5 %
Andere: 7,5 %

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Oberbürgermeisterwahl auf Stadtbezirksebene

21:46 Uhr > Auch wenn noch in allen Stadtbezirken einige Simmtbezirke fehlen, ein früher Blick auf interessante Ergebnisse bei der Oberbürgermeisterwahl. Etwa in Ehrenfeld. Thor Zimmermann von Gut schnitt dort schlechter ab als Nicolybn Gabrysch von den Klima Freunden, die sich aus der Gruppe Deine Freunde, der Zimmermann einmal angehörte und Klimaaktivisten entwickelte. Hier ist deutlich zu sehen, dass die Spaltung in zwei kleinere Gruppierungen die Wahlchancen schmälerten, denn beide Bewerber liegen unter dem Kandidaten von Volt Olivier Fuchs. Ein ähnliches Bild zeichnet sich in der Innenstadt, Lindenthal und Nippes. Henriette Reker punktete vor allem in den bürgerlichen Stadtteilen wie etwa in Lindenthal wo sie über 50 Prozent lag Und auch in Rodenkirchen war Reker stark. AfD-Kandidat Christer Cremer holte in Chorweiler, Kalk, Mülheim und Porz seine besten Ergebnisse.

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Sebastian Hartmann zur Kommunalwahl in NRW

21:12 Uhr > „Die ersten Prognosen zeigen, dass die SPD besser abschneidet als in vielen Umfragen vorhergesagt. Im Vergleich zur letzten landesweiten Wahl, der Europawahl 2019, können wir unser Ergebnis landesweit deutlich verbessern, auch wenn wir leider hinter den Kommunalwahlergebnissen von 2014 zurückbleiben. Trotzdem hat sich der Trend gedreht und wir liegen vor den Grünen. Wir sind weiterhin als Kommunalpartei die zweitstärkste Kraft.Wir sind noch nicht da, wo wir als SPD in NRW sein wollen. Aber wir haben in vielen Kommunen weiterhin starke Ergebnisse erzielt. In vielen Großstädten, Landkreisen und auch kleineren Städten und Gemeinden werden unsere Kandidatinnen und Kandidaten erfolgreich in die Stichwahl einziehen. Dafür werden wir in den nächsten 14 Tagen nochmal mit ganzer Kraft mobilisieren.“
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Stichwahl um OB Amt höchstwahrscheinlich

21:02 Uhr > Eine Stichwahl um das Amt des OB zwischen Amtsinhaberin Henriette Reker und ihrem Herausforderer Andreas Kossiski wird immer wahrscheinlicher. Die Hochrechnung um 20:10 Uhr von infratest dimap sieht Reker nur noch bei rund 45 Prozent. In der Auszählung der Stadt Köln liegen mittlerweile von der OB-Wahl, die als erste ausgezählt wird, 1063 von 1231 Ergebnissen vor. Hier kommt Reker aktuell um 21:05 Uhr auf 43.05 Prozent. Es sind also noch Veränderungen möglich.

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OB-wahl_h1_13092020

OB-Wahl
Hochrechnung Infratest dimap von 19:32 Uhr
Henriette Reker, parteilos: 47 %
Andreas Kossiski, SPD: 25,2 %
Jörg Detjen, Die Linke: 7,2 %
Christer Cremer, AfD: 4,3 %
Olivier Fuchs, Volt: 4,7 %

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CDU hofft noch

20:47 Uhr > Bernd Petelkau, Fraktionsvorsitzender CDU: "Beim Ergebnis für den Rat muss man jetzt noch abwarten, da wir eine sehr hohe Briefwahlquote haben, die großen Einfluß auf die Zahlen haben wird. Hier gilt es jetzt noch abzuwarten. Das Ergebnis wird erst ab etwa 21.30 Uhr belastbar sein. Bei der OB-Wahl spricht das Ergebnis für Henriette Reker. Da haben wir bei der Kandidatin die richtige Wahl getroffen. Dass die Grünen zulegen werden, war schon nach der Europawahl erkennbar. Aber in welchem Umfang sie zulegen werden, darüber entscheidet auch noch das Ergebnis der Briefwahl."

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Grüne fühlen sich in Köln ernstgenommen

20:39 Uhr > Die Grünen bangen noch mit ihrer OB-Kandidatin Reker und hoffen darauf, dass die Stichwahl vermieden werden kann.

Brigitta von Bülow, Fraktionsvorsitzende Grüne:
„Wir freuen uns, dass wir so hoch gewonnen haben und dass unsere Arbeit und unsere Ziele in dieser Stadt so wertgeschätzt werden. Das gilt für den Klimaschutz und die Klimawende genauso wie für den sozialen Zusammenhalt in Köln. Wir sind auf dem richtigen Weg und schauen jetzt wie wir nun die Stadt gestalten können. Bei der OB-Wahl hoffen wir, dass noch die Stichwahl vermieden werden kann. Die wichtigsten Ziele sind jetzt die Verkehrs- und Klimawende sowie in Köln bezahlbaren Wohnraum und gute Schulen zu schaffen.“

Andreas Wolter, Bürgermeister Grüne:
„Ich hätte nicht damit gerechnet, dass wir so hoch gewinnen werden. Aber ich bin bei meiner Prognose davon ausgegangen, dass wir stärkste Partei werden. Ich gehe davon aus, dass ich in meinem Wahlkreis, der viele Jahre von der CDU beherrscht wurde, mit großem Vorsprung das Direktmandat holen werde. Wir werden im Rat jetzt unseren Führungsanspruch wahrnehmen und werden unsere OB-Kandidatin durchbringen, heute oder in zwei Wochen. Dann werden wir mit den anderen Parteien Gespräche führen.“

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Diemert spricht von hoher Wahlbeteiligung

20:36 Uhr > Dörte Diemert, Wahlleiterin: "Wir haben eine erfreulich hohe Wahlbeteiligung. Sie lag um 17 Uhr bei 45,1 Prozent. Bei der Kommunalwahl 2014 waren es 41,6 Prozent. Es gab 251.000 Anträge auf Briefwahl. Bis zum Mittag gab es einen Rücklauf von mehr als 220.000 Wahlunterlagen. Das ist absoluter Rekord. Es gab keine Hinweise, dass der Transport der Briefwahlunterlagen durch den Streik bei der Post beeinträchtigt worden ist. Alle Wahllokale haben pünktlich geöffnet. Nur in einem Fall gab es eine Verspätung von sieben Minuten, weil ein Hausmeister zu spät kam. Das Wahlgeschehen vor Ort lief ruhig und konzentriert ab. Es gab keine größeren Vorkommnisse. Bei Maskenverweigern kam die mobile Wahlurne draußen zum Einsatz. In Höhenhaus gab es durch einen Polizeieinsatz eine Sperrung von der auch ein Wahlgebäude zeitweise betroffen war. Es waren 10.000 Wahlhelfer im Einsatz. Die Jüngsten waren 16, die älteste war eine 88-jährige Wahlhelferin im Briefwahlzentrum. Dort haben heute auch noch komplette Schulklassen ihre Hilfe angeboten."

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SPD freut sich über mögliche Stichwahl

20:29 Uhr > Bei der SPD freut man sich über eine mögliche Stichwahl um das Amt des OB.

Ralf Heinen, Bürgermeister SPD:
„Meine Einschätzung ist im ersten Moment Ernüchterung und im zweiten, dass wir noch Geduld brauchen. Wir haben die Stichwahl erreicht, das ist sensationell. Bei der Wahl zum Rat, gehe ich davon, dass es durch die Ergebnisse der Stichwahl noch Veränderungen geben wird. Da gibt es traditionell viele Stimmen für die großen Parteien.“

Christian Joisten, Fraktionsvorsitzender SPD:
„Wir werden beim Ratsergebnis einen langen Abend haben, da die Briefwahl noch einen enormen Ausschlag beim Ergebnis geben wird. Außerdem haben wir einen sehr veedelsspezifischen Wahlkampf geführt, der sich bei den Prognosen noch nicht niederschlagen konnte. Daher gehe ich davon von aus, dass sich die Zahlen zu unseren Gunsten verändern werden. Anerkennen muss man, dass die Grünen die stärkste Kraft im Rat werden. Beim OB hat unser Kandidat aus dem Stand 24 Prozent geholt, wenn man die Prognose zur Grundlage nimmt. Das ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass wir einen Wahlkampf unter Corona-Bedingungen führen mussten, bei dem es auch um die Bekanntheit des Kandidaten ging. Jetzt sind wir in der Stichwahl und da gibt es die klare Botschaft, dass Frau Reker nicht weiter die Verantwortung im Rathaus tragen wird.“

Josef Wirges, Bezirksbürgermeister Ehrenfeld, SPD:
„Die Hochrechnungen sind auf der Ratsebene für die SPD schon dramatisch. Ein Lichtblick ist unser OB-Kandidat, der die Stichwahl erreichen wird. Daran hätte ich heute morgen noch nicht geglaubt. Das ist für Köln die letzte Chance, einen Wechsel an der Stadtspitze zu erreichen.“

Andras Kossiski, OB-Kandidat SPD:
„Bei der letzten Hochrechnung gab es 47 Prozent für Frau Reker, damit ist klar, dass es eine Stichwahl geben wird. Darüber freue ich mich. Das habe ich nicht alleine geschafft, sondern mit einem hochmotivierten Team. Ich habe die SPD noch nie so einheitlich erlebt wie jetzt. Ich mache die Arme weit auf für alle demokratischen Parteien, um einen anderen Oberbürgermeister in Köln zu haben. Dazu müssen wir uns jetzt alle Ergebnisse in Ruhe anschauen und analysieren. Heute ist für mich der Tag, an dem wir in die Stichwahl gekommen sind. Die SPD muss in Köln wieder wachsen, aber wir können in dieser Stadt etwas verändern und ich bin bereit, dazu als Oberbürgermeister etwas beizutragen."

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Jörg Detjen ist zufrieden

20:07 Uhr > Die erste Hochrechnung von infratest dimap sagt dem OB-Kandidaten der Linken 7,2 Prozent voraus. Der zeigte sich im Gespräch mit report-K zufrieden als Kandidat einer kleineren Partei. Er empfinde, dass die Wählerinnen und Wähler sehr respektvoll mit seiner Person umgegangen seien, wenn sich die Zahlen bestätigen. Denn oft glaubten die Menschen ihre Stimme sei vertan, wenn sie diese kleineren Parteien oder deren Kandidaten geben. Jetzt gelte es allerdings alle Kräfte zu bündeln und Andreas Kossiski von der SPD in der Stichwahl zu unterstützen und dazu Gespräche zu führen.

Aktuell um 20:23 Uhr sind 868 von 1231 Ergebnissen eingegangen und Reker kommt auf 41,82 Prozent, Andreas Kossiski auf 27,11 und Jörg Detjen auf 8,40 Prozent.

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Reker rechnet mit Stichwahl

19:24 Uhr > Die Prognose von WDR und "Kölner Stadtanzeiger" sagten der amtierenden Oberbürgermeisterin Henriette Reker einen erdrutschartigen Sieg im ersten Wahlgang mit 61 Prozent voraus. Die erste Hochrechnung bescheinigte ihr nun 47 Prozent. Nach Auszählung von 610 von 1231 Meldungen liegt Reker aktuell bei 41,06 Prozent. Auch gegenüber ihrem Sieg bei der OB-Wahl 2015 mit über 52 Prozent erhält Reker, erreicht sie das Ergebnis der Hochrechnung doch einen deutlichen Dämpfer. Damit könnte eine Stichwahl zwischen Reker und dem SPD-Kandidaten Andreas Kossiski nötig werden. Gegenüber dem WDR sagte Henriette Reker, die dieser Internetzeitung keine Interviews gibt, dass sie Wahlen gewinnen wolle keine Umfragen und es bei 13 Bewerberinnen und Bewerbern um das Amt des Oberbürgermeisters schwierig sei eine Wahl im ersten Wahlgang zu gewinnen. Aber sie habe die Nase vorn.

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Noch alles offen

19:24 Uhr > Aktuell ist die Ergebnislage zur Köln Wahl noch sehr dünn. Es sind gerade einmal 86 von über 1200 Ergebnissen erfasst. Daher sind die einzigen verlässlichen Daten aktuell die Prognosen zur Kölner Kommunalwahl
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Große Freude bei Volt

18:52 Uhr > Bei Volt wird schon nach der Prognose von infratest dimap ausgiebig gefeiert. OB-Kandidat Olivier Fuchs erklärte dieser Internetzeitung, dass er nicht mit so einer Prognose gerechnet habe. Die paneuropäische Partei trat in NRW erstmalig bei einer Kommunalwahl an und war zuvor nur zur Europawahl auf einem Wahlzettel in Köln gestanden. Nach der Prognose erreichte Fuchs 4,5 Prozent der Stimmen, mehr als der AfD-Kandidat Christer Cremer. Etwas worüber sich Fuchs besonders freut. Fuchs: "Das ist das Größte was ich erleben darf, außer dem Moment als ich meine Frau kennenlernte und meine Kinder geboren wurden."

Auch Jennifer Glashagen, Spitzenkandidatin von Volt Deutschland für Köln, ist überwältigt. "Ich kann das alles hier gerade gar nicht in Worte fassen. Wir sind super belohnt worden." Volt kommt in der Prognose auf 5,5 Prozent für die Wahl zum Stadtrat. Damit läge Volt als Newcomer gleich auf mit der Kölner FDP und vor der AfD.
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OB-Wahl
18:01 Uhr >Prognose Infratest dimap
Henriette Reker, parteilos: 48,5 %
Andreas Kossiski, SPD: 24 %
Jörg Detjen, Die Linke: 7 %
Christer Cremer, AfD: 4 %
Olivier Fuchs, Volt: 4,5 %

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Der Ablauf des Wahlabends

16:39 Uhr Uhr > Um 18 Uhr schließen die Kölner Wahllokale. Menschen die noch auf dem Wahlgelände anstehen, können dann noch wählen. Wann können die Wählerinnen und Wähler mit den ersten Ergebnissen rechnen?

So wird ausgezählt:

1. Oberbürgermeisterwahl
Hier kündigte die amtierende Oberbürgermeisterin Henriette Reker ein Statement für 19:30 Uhr gegenüber Medien an. Da sollte ein Ergebnis vorliegen und es wird die Frage geklärt ob am 27. September eine Stichwahl nötig ist.

2. Wahl des Stadtrates
Hier soll es ab 21:00 Uhr die erste Hochrechnung geben und später die Ergebnisse der 45 Wahlbezirke.

3. Die Wahl der 9 Kölner Bezirksvertretungen
Die Auszählung dürfte sich bis in die Nachtstunden hinziehen.

Die Wahl zum Integrationsrat soll von städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Laufe der kommenden Woche ausgezählt werden.

So der Zeitplan, aber wenn in der Corona-Zeit die Wahl womöglich an einigen Wahllokalen länger dauert, dürfte auch der Zeitplan in Frage stehen.

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Wählen nach 18 Uhr?

16:04 Uhr > Schon vor den Direktwahlzentren kam es am Freitag zu langen Schlangen wegen der Corona-Bedingungen unter denen diese Kommunalwahl abläuft. Auch bei der Urnenwahl kam es zu Schlangen vor den Wahllokalen und Wartezeiten. Was passiert eigentlich, wenn ich um 17:45 Uhr vor dem Wahllokal anstehe und nicht mehr rechtzeitig bis 18 Uhr eingelassen werde? Die Stadt Köln sagt auf Nachfrage dieser Internetzeitung, dass die Menschen, die sich bis 18 Uhr auf dem Wahlgelände eingefunden haben auch nach 18 Uhr noch ihre Stimme abgeben können.
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Wahlbeteiligungszahlen der Stadt Köln sorgen für Nachfragen

15:29 Uhr > Schön bunt und peppig, ganz Social Media like präsentiert die Stadt Köln ihre Zahlen zur Wahlbeteiligung und natürlich auch sprachlich jugendlich frisch gehashtagt: Halbzeit bei der #Kölnwahl, aber Pause machen unsere Wahllokale nicht: Bis 13 Uhr haben bereits 23,8 % der #Köln|erinnen und Kölner bei der #Kommunalwahl2020 gewählt. Ziffernblatt 01.00 Uhr Ihr seid super! Applaus-Zeichen #KommunalwahlNRW" Allerdings fehlt ein wichtiges Detail, wie sich die Zahlen zusammensetzen: Also sind die Briefwähler schon eingerechnet oder nicht? Sie werden mathematisch stündlich miteingerechnet. Aber die Stadt Köln scheint dies selbst so genau nicht zu wissen, oder zumindest die, die die Social Media Accounts betreiben, denn einmal schreibt sie "In dieser Zahl sind die BriewählerInnen noch nicht eingerechnet." und später schreibt sie: "Die BriefwählerInnen werden nun prozentual mit hinzugerechnet und sind daher in den jeweiligen Werten mit enthalten."

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Twittern um die Wählergunst

13:52 Uhr > Alle tun es: Kaum waren die Wahllokale offen twittern sie um die Wette: Die Politiker in Land, Bund und Kommune und fordern die Wählerinnen und Wähler aktiv auf wählen zu gehen und ihre Partei zu wählen. Reker tut es, Laschet auch und sogar das WDR-Verkehrsstudio tut es: "Moin aus dem Verkehrsstudio. Es ist Sonntagmorgen 7:00 Uhr. In einer Stunde öffnen die Wahllokale. Keine Staus in NRW. Kein Regen. Geht also alle wählen – und es ja wohl ohne Verbrennungsmotoren! Masken-Emoji" Das empört die Verbrennungsmotorfetischisten und die werfen dem öffentlich-rechtlichen Sender Parteinahme für die Grünen vor.

Der ADFC Köln schreibt: "Nicht vergessen: Fahrrad wählen! Kommunalwahl ist auch Fahrradwahl!" Die NRW-CDU empfiehlt: "Nach dem Gottesdienst CDU wählen". Die NRW Grünen fordern auf: "Alle Kreuze grün! mit Maske, Stift und Perso." oder "Mach das grüne Wunder möglich" mit dem Hinweis "Wir geben alles – gib du uns deine Stimme!" Die Kölner CDU-Politikerin Serap Güler empfiehlt: "Nach dem Frühstück CDU wählen." Un die SPD? Die schreibt vor ein paar Minuten: "Jetzt aber los! Schnell. Wählen. Gehen! Heute bis 18 Uhr Kreuzchen SPD". Haben wir jemanden vergessen? Ja, viele denn alles twittert, Bartsch, Riexinger, Ziemiak...

Die Wahlbeteiligung um 14 Uhr

Um 14 Uhr wählten 29,6 Prozent der Kölnerinnen und Kölner im Vergleich zur Wahl vor sechs Jahren, da waren es 26,8 Prozent.
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Die Wahlbeteiligung um 11 Uhr

11:33 Uhr Die Wahlbeteiligung in Köln lag um 11 Uhr bei 12,6 Prozent. Bei der Kommunalwahl 2014 lag diese bei 10,5 Prozent.
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Die Wahlbeteiligung um 10 Uhr

10 Uhr Die Wahlbeteiligung in Köln lag um 10 Uhr bei 7,5 Prozent. Bei der Kommunalwahl 2014 lag diese bei 5,4 Prozent.

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Briefwahl, Prognose

9:30 Uhr > Die amtierende Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker kündigte an, um 9:30 Uhr im Pfarrheim, St. Maria-Königin wählen zu gehen. Reker kündigte an, sich im Historischen Rathaus gegen 19:30 Uhr zum Wahlergebnis äzßern zu wollen. Die Wahllokale haben seit 8:00 Uhr morgens auf. Da haben viele Kölnerinnen und Kölner schon von ihrem Recht auf Briefwahl Gebrauch gemacht. Die Stadt Köln spricht von einer "Rekordbeteiligung". Bis Freitag, 11. September hatten 212.677 Kölnerinnen und Kölner bereits ihre Stimme per Briefwahl abgegeben und 10.013 ihre Stimme für die Wahl zum Integrationsrat. Am Freitag waren bei der Briefwahl noch rund 39.000 Briefwahlumschläge, die von der Stadt verschickt worden waren, noch nicht zurückgekehrt. In Köln wird in 800 Stimmwahlbezirken an der Urne gewählt.

Die, die schon gewählt haben, wissen es: Es gibt drei Stimmzettel auf denen Bürgerinnen und Bürger je eine Stimme haben. Für die OB-Wahl, die Stadtratswahl und die Wahl zur Bezirksvertretung. Menschen die auch den Integrationsrat wählen dürfen, erhalten einen Stimmzettel mehr. Wählerinnen und Wähler sollen ihren eigenen Stift und eine Nase-Mund-Bedeckung mitbringen.

Die Prognose von infratest dimap für Köln sieht ein Kopf ein Kopf Rennen von SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen vor, wer stärkste Fraktion wird. Reker, die von CDU und Grünen unterstützt wird, sagten die Wahlforscher einen Erdrutschsieg von 61 Prozent voraus. Mit riesigem Abstand folgt ihr Herausforderer Andreas Kossiski, SPD, mit 22 Prozent. In diesem Fall würde Reker ohne Stichwahl Oberbürgermeisterin bleiben. Käme es zu einer Stichwahl müssten die Kölnerinnen und Kölner noch einmal am 27. September wählen. Interessant werden dürfte es wie die kleineren Parteien abschneiden, dies sind Die Partei, Gut, Klima Freunde, ÖDP oder Freie Wähler. Die Linke könnte sich nach infratest dimap deutlich steigern auf 9 Prozent, die AfD ihre Stimmen verdoppeln auf 6 Prozent und die FDP ist weit von ihrem Wahlziel von 10 Sitzen plus X mit 5 Prozent entfernt.

NRW – Stimmungstest für die Landesregierung?

Die nordrhein-westfälische Kommunalwahl ist die erste Wahl nach dem Corona-Lockdown und den anschließenden Lockerungen. Sie sind also auch ein Stimmungstest für die NRW-Landesregierung und vor allem Ministerpräsident Armin Laschet, der ja das Amt des CDU-Bundesvorsitzenden anstrebt und potenzieller Unionskanzlerkandidat ist. Nach den Umfragen liegt die CDU landesweit mit 22 Prozent vor der SPD mit 20 Prozent.

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Köln | Die Kölnerinnen und Kölner wählen schon per Brief- oder in Form der Direktwahl in der Stichwahl die beiden verbleibenden OB-Kandidatin Reker, parteilos, und Kossiski, SPD. Am 27. September geht es dann an die Urne. Volt und Linke geben keine Empfehlung ab und Gut empfiehlt die Lektüre einer ellenlangen Wahlprüfsteinliste.

Am 27. September wählt Köln in der Stichwahl zwischen der Amtsinhaberin Henriette Reker und ihrem SPD-Herausforder Andreas Kossiski eine/n neue/n Oberbürgermeister/in. Mit Andreas Kossiski sprach Andi Goral am Ostasiatischen Museum über sein 100 Tage Programm und die neuen politischen Konstellationen im Kölner Rat nach der Kommunalwahl am 13. September.

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