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AfD-Politiker fordern Höcke heraus

Berlin | In der AfD haben führende Politiker des sogenannten bürgerlichen Lagers den Hauptexponenten der Parteiströmung "der Flügel", Björn Höcke, herausgefordert, bei den anstehenden Vorstandswahlen selbst anzutreten. Mehrere Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende aus Westdeutschland verlangten in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" von ihm, bei der nächsten Wahl des Bundesvorstandes anzutreten. Sie reagierten damit auf einen Angriff Höckes auf die jetzige Parteiführung während des sogenannten Kyffhäuser-Treffens des "Flügels" Anfang Juli.

Die AfD-Politiker hoffen laut Zeitung, dass Höcke bei einer Bewerbung in der Bundespartei scheitern werde, weil die ostdeutschen Landesverbände, in denen der "Flügel" stark ist, nur wenig Parteitagsdelegierte stellen. Zu den Herausforderern gehören der Landesvorsitzende in Rheinland-Pfalz, Uwe Junge, sowie die beiden Hessischen Landesvorsitzenden Robert Lambrou und Klaus Herrmann. Junge sagte der FAS, wenn jemand wie Höcke meine, nur er wisse, "wo es langgehe", dann solle der auch "seinen Hut in den Ring werfen".
Höcke müsse jetzt den "Schneid" haben, sich den Mitgliedern zu stellen. "Dann wäre das dann auch entschieden, und ich bin mir sicher, er wird scheitern", so Junge. Herrmann, einer der beiden Landesvorsitzenden aus Hessen, stellte in der FAS fest, mit seinen Attacken habe Höcke "die Machtfrage" gestellt.
Deshalb dürfe er sich auf dem Bundesparteitag im November nicht verstecken. Er müsse "den Mut haben, sich zu stellen". Da Höcke ja sage, er könne es besser, dürfe er sich aber nicht nur um eine nachgeordnete Position bewerben.
Es gehe um den Vorsitz. Auch Herrmanns Mitvorsitzender Lambrou sagte der FAS, Höcke müsse die Courage haben, "als Bundesvorsitzender zu kandidieren". Aus dem Bundesvorstand schlossen sich die stellvertretenden Vorsitzenden Kay Gottschalk und Georg Pazderski an. Gottschalk sagte, Höcke habe mit seinem Auftritt beim Treffen des "Flügels" klar gemacht, dass er sich um ein Führungsamt bewerben wolle. "Und wenn er sagt, er will das tun, dann soll er das tun." Pazderski fügte hinzu: "Wer unzufrieden ist mit der Arbeit des Bundesvorstandes, soll antreten und es besser machen. Wir werden sehen, wer sich zur Wahl stellt." Höcke ist Kandidaturen auf Bundesparteitagen bisher immer ausgewichen. Es sei auch dieses Mal ungewiss, ob er antreten werde, schreibt die FAS unter Berufung auf Höckes Umfeld. Wenn er es tue, dann werde er aber eine zentrale Position anstreben. "Er hat ein Standing in der Partei, das ihm nicht erlaubt, nur so etwas wie ein Beisitzer zu sein", hieß es. Er müsse Vorsitzender oder stellvertretender Vorsitzender werden, "oder gar nichts". Ein direkter Angriff auf die beiden Parteivorsitzenden Alexander Gauland und Jörg Meuthen gilt aber als unwahrscheinlich. Gauland hält zum Beispiel engen Kontakt zum "Flügel".

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