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AfD-Spitzenkandidat Gauland stellt sich in Krim-Frage hinter Lindner

Berlin | Der AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland hat sich in der Krim-Frage hinter den umstrittenen Vorschlag von FDP-Chef Christian Lindner gestellt. Der Konflikt sei "nicht juristisch zu lösen", sagte Gauland am Samstag im RBB-Inforadio. "Ob die Annexion der Krim letztlich völkerrechtswidrig war oder nicht, ist schon mal ein großer Streit der Juristen."

Der AfD-Politiker sprach sich auch dafür aus, die Strafmaßnahmen gegen Russland zu beenden: Sanktionen hätten noch nie irgendetwas gebracht. "Die Sanktionen schaden Russland und schaden uns, sie bringen aber niemals die Krim zurück", so Gauland. "Mir wäre es lieber gewesen, man hätte im Rahmen einer Neuordnung Europas diese Fragen friedlich gelöst, aber zu glauben, dass sie mit Sanktionen die Krim zurückholen, finde ich völlig daneben. Und insofern gebe ich Herrn Lindner recht." Gauland äußerte sich auch zu den gesunkenen Umfragewerten für die AfD. Dafür seien die parteiinternen Konflikte mitverantwortlich. Das Problem sei zum Teil "selbstgemacht", sagte der AfD-Politiker: "Manchmal streiten wir ein bisschen zu viel."

Von daher hätten die innerparteilichen Auseinandersetzungen, die man nicht leugnen solle und könne, "schon zu einem gewissen Wählerrückgang beigetragen". Auf der anderen Seite gehöre diese Streitkultur aber auch zur AfD. Ihm sei es wichtig, dass die Partei keinen ihrer Flügel verliere: "Aber ich hab jetzt immer bei meinen Freunden dafür plädiert, dass wir bis zum 24.September mal etwas Ruhe halten."

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