Politik Nachrichten Politik Deutschland

AfD-Vorstand Driesang zieht sich aus Politik zurück

Berlin | Das AfD-Bundesvorstandsmitglied Dirk Driesang hat am Dienstag seinen Rückzug aus der aktiven Politik angekündigt. In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochsausgabe) begründete Driesang seine Entscheidung mit dem Wechsel des AfD-Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen in das Europaparlament. Hätte Meuthen auf das Mandat verzichtet, wäre Driesang gemäß der Wahlliste der nächste Nachrücker gewesen.

"Für mich bedeutet das, dass ich mich aus der aktiven Politik zurückziehe", sagte Driesang in Bezug auf sein Parteiamt und die im Dezember anstehende Vorstandswahl, "ich kann mich unter diesem Aspekt nicht mehr zur Wahl stellen". Driesang verwies auf seine berufliche Tätigkeit als Opernsänger. Er könne sich - ohne ein Abgeordnetenmandat - an Wochenenden nicht der Parteiarbeit widmen, wenn dann einerseits Parteitage und Versammlungen anstünden, andererseits aber auch Opernproben und Vorstellungen.

"Ich hätte mich sehr gefreut, im Europaparlament zu sein. Ich bin ein bisschen traurig", sagte Driesang. "Ich glaube, dass Jörg Meuthen sich das gut überlegt hat. Ich hoffe, dass es für die Partei die richtige Entscheidung war." Driesang ist einer der Gründer der "Alternativen Mitte", einer Vereinigung gemäßigter AfD-Mitglieder. Er war zudem maßgeblich an der Beantragung eines Parteiausschlusses des thüringischen AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke beteiligt.

Wie der AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alexander Gauland, der F.A.Z. sagte, glaube Meuthen, ein Europamandat besser mit dem Bundesvorsitz der Partei vereinbaren zu können als den Fraktionsvorsitz im baden-württembergischen Parlament. Meuthen werde sein Landtagsmandat aber für eine Übergangszeit weiterführen. Dies geschehe auf Bitten der Fraktion.

Zurück zur Rubrik Politik Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Politik Deutschland

fluechtlinge_pixabay_24062018

Berlin | Die große Mehrheit der Deutschen ist laut einer Umfrage von Emnid auf der Seite der privaten Seenotretter. Laut der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts für "Bild am Sonntag" finden es 75 Prozent der Deutschen richtig, dass private Hilfsorganisationen Flüchtlinge im Mittelmeer retten. Nur 21 Prozent sehen das nicht so.

andrea_nahles772013c

Berlin | SPD-Chefin Andrea Nahles will die renommierte Historische Kommission (HiKo) der Partei auflösen. Man müsse die "vorhandenen Ressourcen effizient einsetzen", schrieb Generalsekretär Lars Klingbeil am 27. Juni an die HiKo-Mitglieder. Die SPD will den HiKo-Etat – angeblich bis zu 20.000 Euro pro Jahr – nicht länger finanzieren.

Berlin | Der Bundestag beschäftigt sich mit dem "gelben Sack". Das Parlament kritisiert auf Initiative des Petitionsausschusses die schlechte Beschaffenheit des Kunststoffsacks, berichtet die "Saarbrücker Zeitung" (Freitagsausgabe). In einem Beschlusspapier heißt es demnach, dass das Material oftmals sehr dünn sei und dementsprechend schnell reiße - "häufig schon beim Abtrennen von der Rolle".

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS