Politik Nachrichten Politik Deutschland

flug_12082018-50

Angst vor Drohnen: Bundesregierung will Flughäfen besser schützen

Berlin | Risiken durch Drohnen im Flugverkehr alarmieren die Bundesregierung. Laut eines Berichts der "Süddeutschen Zeitung" hat das Bundesverkehrsministerium die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen mit einem Aktionsplan zur Kontrolle und Abwehr von Drohnen beauftragt. Die Behörde, die den Flugverkehr in Deutschland kontrolliert, soll eine "systematische Drohnendetektion" an Flughäfen sicherstellen.

"Aus Sicht des Verkehrsministeriums stellt der Betrieb von unbemannten Flugsystemen in Flugplatznähe ein erhebliches Risiko für die Sicherheit des Flugbetriebs dar", erklärt die DFS auf Anfrage. Ausschlaggebend sei "die steigende Zahl der Drohnensichtungen in unmittelbarer Umgebung von Flughäfen" und "jüngste Ereignisse, bei denen unbemannte Flugsysteme den Verkehr an Flugplätzen zeitweise sogar zum Erliegen gebracht haben", erklärte ein Sprecher. Der Plan soll bis zum 30. September stehen.

Geprüft wird den Angaben zufolge, ob sich eine 18 Kilometer große Verbotszone um Flughäfen einrichten lässt. Ein Bereich bis 1.300 Meter Höhe könnte dann von der Flugsicherung kontrolliert werden. Bundes- oder Landespolizei wären dafür verantwortlich, Drohnen in kritischen Situationen vom Himmel zu holen.

Offen ist noch, wer solche Einsätze bezahlt, so die Zeitung weiter. Denn die Flughäfen fühlen sich für derartige Korridore über das eigentliche Gelände hinaus nicht in erster Linie verantwortlich. Bislang dürfen Drohnen in einem Umkreis von 1,5 Kilometer um Flughäfen nicht fliegen.

Nach Angaben der Flugsicherung gefährden Drohnen dennoch immer häufiger die Flugsicherheit. 2018 wurden 158 Fälle gemeldet, in denen sich Flugzeugpiloten von einer Drohne behindert fühlten - 80 Prozent mehr Vorfälle als im Jahr zuvor. Doch die Kontrolle fällt schwer. Denn mit gängigen Radarsystem des Flugverkehr sind die kleinen Geräte nicht aufzuspüren. Auch ein System zur Registrierung oder ein Funksignal, damit Behörden schnell und elektronisch prüfen können, zu wem sie gehören, gibt es bislang nicht. Es geht deshalb bei dem Auftrag auch um den Aufbau einer neuen Technologie zur Drohnenüberwachung. "Gerade für die Detektion unkooperativer Drohnen muss eine zuverlässige Technologie beschafft werden", die bislang am Markt noch nicht verfügbar sei, erklärt die Flugsicherung. Studien zufolge gibt es in Deutschland knapp 500.000 private und kommerzielle Drohnen. Vorfälle an internationalen Flughäfen wie Frankfurt oder London-Gatwick hatten in den vergangenen Monaten den Flugverkehr zeitweise komplett zum Erliegen gebracht.

Zurück zur Rubrik Politik Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Politik Deutschland

steinmeier_23112014

Berlin | Zur Halbzeit von Frank-Walter Steinmeier im Bundespräsidentenamt befürworten Politiker parteiübergreifend eine zweite Amtszeit des Staatsoberhaupts. "Aus meiner Sicht spricht nichts gegen eine weitere Amtszeit, wenn Herr Steinmeier noch einmal kandidiert", sagte Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Der frühere Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer würde es ebenfalls begrüßen, wenn Steinmeier im Frühjahr 2022 noch einmal antreten würde.

diesel_pixabay_23022018

Berlin | Die Umweltberaterin der Bundesregierung, Claudia Kemfert, hält die bisherigen Konzepte von Union und SPD für das Klimakabinett am Freitag für nicht ausreichend. "Insbesondere der Verkehrssektor muss mehr liefern", sagte Kemfert der "Frankfurter Rundschau" (Donnerstagsausgabe). Die vorgelegten Maßnahmen seien gut gemeint, reichten aber nicht aus.

drwalterborjans_2007

Berlin | Der Kandidat für den SPD-Vorsitz, Norbert Walter-Borjans, will im Falle seiner Wahl nicht Olaf Scholz (SPD) als Bundesfinanzminister ablösen.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >