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Astrazeneca: Gesundheitsminister beraten über kürzere Impf-Intervalle

Berlin | Die Gesundheitsminister von Bund und Länder beraten auf einer gemeinsamen Konferenz am Montagnachmittag über eine offizielle Verkürzung des empfohlenen Impfintervalls bei Astrazeneca. Wie "Business Insider" berichtet, ist laut einer Beschlussempfehlung ein verkürzter Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung von zwölf auf neun Wochen im Gespräch. Das wird bislang in der Praxis zwar im Einzelfall auch schon so gehandhabt.

Doch offiziell empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) nach wie vor ein Intervall von zwölf Monaten, da die Schutzwirkung bei Astrazeneca dann am höchsten ist. Doch aus Sorge vor der Delta-Variante bringt vor allem Baden-Württemberg auf der GMK nun eine Verkürzung der Empfehlung ins Spiel, heißt es im Papier: "Die aktuell zunehmende Verbreitung der im Vergleich zum Virus-Wildtyp und zur Alpha-Variante B.1.1.7 (nach alter Nomenklatur "britische Variante") deutlich ansteckenderen Delta-Variante B.1617.2 des SARS-CoV-2-Virus rechtfertigt aus Sicht von Baden-Württemberg ein Überdenken dieser bisherigen Taktik der Impfkampagne." Zwar gehe die Inzidenz zurück, doch der Anteil der Delta-Variante nimmt zu.

"Bei der Wirksamkeit der Covid-19-Impfstoffe gegen die Delta-Variante (B.1617.2) scheint nach bisheriger Datenlage mehr als bei den bisherigen Virus-Varianten der Zweitimpfung eine besondere Bedeutung zuzukommen." Vor dem Hintergrund der aktuell insgesamt guten Versorgungssituation mit Astrazeneca könne aus Sicht Baden-Württembergs "das Tempo bei der aufgrund der Ausbreitung der Delta-Variante dringend angezeigten Vervollständigung von Impfserien dadurch gesteigert werden, dass der derzeit von der Stiko auf 12 Wochen festgelegte Impfabstand auf 9 Wochen verkürzt wird." Dies könne auch die Impfbereitschaft hinsichtlich des Zweittermins verbessern.

"Sofern eine Verkürzung des Abstandes vorgenommen wird, muss dies entsprechend auch in den Terminbuchungssystemen hinterlegt werden, um die Impfserien entsprechend anpassen zu können", heißt es weiter. Ob der Initiative aus Baden-Württemberg gefolgt wird, ist offen. Eine Entscheidung über die Empfehlung müsste ohnehin die Stiko selbst treffen.

Die Gesundheitsminister tagen am Montag ab 16 Uhr. Ergebnisse werden nicht vor dem frühen Abend erwartet.

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