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Bericht: Meuthen nicht zum AfD-Bundesdelegierten gewählt

Berlin | AfD-Chef Jörg Meuthen ist laut eines Medienberichts am Sonntag von seinem Ortsverband nicht zum Delegierten für den AfD-Bundesparteitag gewählt worden. Er dürfe als Co-Chef der AfD am Parteitag Ende November zwar teilnehmen und auch sprechen, wählen dürfe er den neuen Bundesvorstand selbst dann aber nicht, berichtet das ARD-Hauptstadtstudio unter Berufung auf eigene Informationen. Im AfD-Kreisverband Ortenau soll Meuthen demnach sogar mehr Gegenstimmen als Zustimmung bekommen haben.

Unter den gewählten Delegierten befinden sich laut ARD-Hauptstadtstudio fast ausschließlich Parteimitglieder, die dem "Flügel" in der AfD nahestehen. Aus Parteikreisen heißt es, Meuthens Kritik an dem Auftreten von Björn Höcke auf dem Kyffhäuser-Treffen sei auch ein Grund, warum er weniger Stimmen bekommen habe. Schon die Mobilisierung der "Flügel"-Anhänger für die Wahl am Sonntag habe deutlich besser funktioniert, sagte der AfD-Bundestagsabgeordnete Thomas Seitz dem ARD-Hauptstadtstudio.

Vor allem die Kritik von Parteimitgliedern an "Flügel"-Chef Björn Höcke habe dazu beigetragen. "Die Partei äußert sich dazu nicht", sagte ein Pressesprecher der Bundespartei auf Anfrage der ARD. Die Wahl der Parteitagsdelegierten im Ortenaukreis gilt für zwei Jahre. Sollte Meuthen in dieser Zeit seinen Posten im Bundesvorstand verlieren, kann er nur noch als Besucher an Parteitagen teilnehmen.

Ein Rederecht hätte er dann nicht mehr. Seit dem Kyffhäuser-Treffen gibt es innerhalb der AfD einen Richtungsstreit. Grund dafür war unter anderem die Kampfansage des thüringischen AfD-Vorsitzenden Höcke in Richtung des Bundesvorstandes.

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