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Messehallen wie hier bei der Kölnmesse könnten eine zentrale Rolle bei der Einrichtung von Impfzentren spielen.

Deutschland plant hunderte Impfzentren für Corona-Massenimpfung

Berlin | Noch im Dezember sollen bundesweit hunderte Impfzentren aufgebaut werden, um Millionen Deutsche gegen das Coronavirus zu impfen.

Das geht aus einer Umfrage der "Welt am Sonntag" unter den 16 Gesundheitsministerien der Länder hervor. Eine zentrale Rolle bei der Massenimpfung sollen Messehallen spielen.

Erster bestätigter Standort ist Bremen. Ein fertiges Logistikkonzept gibt es allerdings für die geplanten Zentren bisher noch in keinem Bundesland. In der Logistikbranche stößt die mangelnde Planung bei der Verteilung der Impfdosen auf Kritik.

"Die Anforderungen an die Logistiker sind völlig offen. Bislang wird nur diskutiert", sagte Wolfgang Albeck, Chef des auf Pharma-Logistik spezialisierten Unternehmens Trans-o-flex, der "Welt am Sonntag". Er habe sich deshalb an Gesundheitsminister Jens Spahn gewandt, aber nur eine "wenig substanzielle" Antwort erhalten.

"Mein Eindruck ist: Der Minister will das wichtige Thema Impfstoff-Logistik von sich fernhalten", sagte Albeck. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das zuständig ist für die Freigabe der Impfstoffchargen in Deutschland, sieht sich für die bevorstehende Aufgabe hingegen gut gerüstet. Das Institut will nach eigenen Angaben zusätzliches Personal rekrutieren und ist in Kontakt mit Impfstoffherstellern, die sich "bereits in fortgeschrittener Phase der Entwicklung" befinden, um Methoden und Abläufe vorzubereiten.

"So kann dann, wenn die Chargen eingereicht werden, die Freigabe zügig erfolgen", sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek der "Welt am Sonntag". Die logistische Aufgabe hinter der Impfaktion ist gewaltig. Bei einer zweifachen Impfung im Abstand von einigen Wochen wären inklusive eines Sicherheitspuffers 15 Milliarden Impfstoffdosen nötig, um 75 Prozent der Weltbevölkerung zu impfen. Das geht aus einer Analyse hervor, die der Logistikkonzern Kühne + Nagel mit Accenture erstellt hat und über die die "Welt am Sonntag" berichtet. Rund 52 Prozent des Impfstoffs müssten demnach per Flugzeug transportiert werden, der Rest auf dem Landweg. Allein für die Luftfracht bedeutet das etwa 65.000 Tonnen - das entspricht rund 700 Komplettladungen einer Boeing 747 Frachtmaschine.

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