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Entscheidung im CSU-Machtpoker vertagt

München | aktualisiert | Wie geht es weiter in München. Dort übertreffen sich die Medien mit Berichten - manchmal mit Quellen aus den sogenannten Kreisen. Klar ist der Machtkampf Söder und Seehofer ist noch lange nicht vorbei und die Entscheidung rückt näher. Seehofer schlug einen Beraterkreis aus alten CDU-Granden vor. Eine für 21 Uhr angesetzte Pressekonferenz wurde auf Mitternacht verschoben. Jetzt wurde die Entscheidung in München vertagt.

Entscheidung im CSU-Machtpoker vertagt

23:59 Uhr >Auch in der CSU-Vorstandssitzung ist am Donnerstagabend noch keine Entscheidung im parteiinternen Machtpoker gefallen. Man sei sich einig gewesen, heute noch keine Personaldebatte zu führen, sagte CSU-Chef Horst Seehofer am späten Abend in München. Die "Klarheit", die er für 18 Uhr angekündigt hatte, bedeute nicht, dass man sich für eine bestimmte Person entscheide, sondern dass das Verfahren feststehe und dass man sich die Hand reiche.

Seehofer bestätigte, am Donnerstag mit seinem Rivalen Markus Söder ein Gespräch geführt zu haben. Dies habe ihn "weitergebracht". Zusammen mit den CSU-Granden Theo Waigel, Barbara Stamm und Edmund Stoiber soll nun bis Anfang Dezember ein Vorschlag erarbeitet werden, wie sich die CSU personell aufstellen will.

"Dies war mir ein persönliches Anliegen, dass diese Persönlichkeiten begleitend dabei sind", sagte Seehofer. Am 15. Dezember ist CSU-Parteitag in Nürnberg. "Die Welt geht auch nicht unter, wenn es mal eine Wahl gibt", so Seehofer.

Zuvor hatte Söder im ZDF-Heute-Journal gesagt, ein paar Tage könne man nun auch noch abwarten. In der CSU gebe es keine verschiedenen "Lager", wie dies in der Medienberichterstattung immer dargestellt werde.

Seehofer will Gesprächskreis mit Waigel, Stamm und Stoiber

21:28 Uhr >Im Kampf um seinen parteiinternen Machterhalt will Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer offenbar nun CSU-Granden einschalten. Seehofer soll im CSU-Parteivorstand einen Gesprächskreis mit Theo Waigel, Barbara Stamm und Edmund Stoiber vorgeschlagen haben, sagte Christian Deutschländer, Chefkorrespondent beim Münchner Merkur, am Donnerstagabend unter Berufung auf eigene Quellen. Dieser Gesprächskreis soll dann bis 4. Dezember einen Vorschlag vorlegen, wie es an der CSU-Spitze weitergeht.

Am Nachmittag hatte der Bayerische Rundfunk bereits gemeldet, Seehofer wolle das Ministerpräsidentenamt an Markus Söder übergeben. Das wurde aber später dementiert. Eine für Donnerstagabend, 21 Uhr, in München angesetzte Pressekonferenz wurde auf Mitternacht verschoben.

Bayerischer Rundfunk meldet sich früh zu Wort zu Seehofers Zukunft

14:28 Uhr > Laut eines Bericht des Bayerischen Rundfunk (BR) will Horst Seehofer (CDU) sein Amt als bayerischer Ministerpräsident vermutlich an Finanzminister Markus Söder (CSU) abgeben. Der Sender berief sich auf Mitglieder der Landtagsfraktion. "Die Entscheidung soll erst im Dezember nach einer Sitzung des Parteivorstands fallen", relativierte der CSU-Fraktionsvorsitzende Thomas Kreuzer diesen Bericht.

Es seien überhaupt keine Personen genannt worden, so Kreuzer weiter. Eine Mitgliederbefragung sei jedenfalls nicht geplant. Der CSU-Parteitag findet am 15. Dezember in Nürnberg satt, spätestens dann wird die neue CSU-Spitze wohl stehen.

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