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Erste Ermittlungsergebnisse nach Angriff auf AfD-Politiker

Bremen | Nach dem Angriff auf den Bremer AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz haben die Behörden erste Ermittlungsergebnisse veröffentlicht. Nach ersten Vernehmungen und der Sicherung und Auswertung von Videomaterial ermittele man nunmehr wegen des Verdachts einer gefährlichen Körperverletzung, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstagabend mit. Gesicherte Aufnahmen zeigen demnach zwei Personen, die sich dem AfD-Politiker von hinten näherten, eine dritte lief versetzt dahinter.

Einer der Unbekannten schlug den Bremer im Anschluss von hinten nieder, woraufhin er stürzte. Der Abgeordnete erlitt bei dem Vorfall eine stark blutende Kopfverletzung - das Trio flüchtete vom Tatort. Entgegen erster Meldungen konnte der Einsatz eines Schlaggegenstandes auf dem bisher gesicherten Videomaterial allerdings nicht festgestellt werden, so die Behörden weiter. Der Angriff auf Magnitz hatte sich am Montag kurz vor 17:30 Uhr in der Bremer Innenstadt ereignet.

Kubicki verurteilt Angriff auf Bremer AfD-Abgeordneten

Der Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) hat den Angriff auf den Bremer AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz scharf verurteilt. "Es ist ein feiger und hinterhältiger Angriff auf einen frei gewählten Abgeordneten des Deutschen Bundestages und damit auf einen Repräsentanten unserer freiheitlichen Demokratie", sagte Kubicki dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). Keine politische Motivation könne "als Entschuldigung für Gewalt vorgeschoben werden". Wer politische Auseinandersetzungen "mit Gewalt statt mit Argumenten" führe, sei "kein Demokrat, sondern ein Krimineller", so der FDP-Politiker weiter. Kubicki forderte, die Täter mit allen rechtsstaatlichen Mitteln zu verfolgen und hart zu bestrafen. "Dem Kollegen Magnitz wünsche ich schnelle und vollständige Genesung", so der Bundestagsvizepräsident.

Roth verurteilt Angriff auf AfD-Politiker

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth verurteilt den Angriff auf den Bremer Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz. "In einer starken parlamentarischen Demokratie wie der unseren ist Hass keine Meinung, Gewalt kein Mittel der politischen Auseinandersetzung – und darf es niemals werden", sagte Roth den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Sie mache "den politischen Diskurs unmöglich" und führe "zu jener Radikalisierung", die man doch "zwingend vermeiden" müsse. "Dem Abgeordneten Magnitz wünsche ich rasche Genesung und hoffe, dass die Täter bald ermittelt werden können", so Roth weiter. Magnitz war laut Polizei am Montagabend von mindestens drei Männern angegriffen und verletzt worden. Nach der Attacke flohen die Täter. Magnitz, der noch im Krankenhaus liegt, berichtet von zahlreichen Prellungen und Platzwunden.

Kölns Oberbürgermeisterin verurteilt Angriff auf AfD-Politiker

Nach dem Angriff auf den AfD-Politiker Frank Magnitz in Bremen hat Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) ihre Anteilnahme ausgedrückt. "Ich wünsche Herrn Magnitz eine rasche und vollständige Genesung. Solch ein Angriff trifft immer nicht nur den Menschen selbst, sondern auch die Familie, Freunde und Bekannte", sagte Reker der "Bild" (Mittwochsausgabe). Gewalt sei immer das falsche Mittel und auf das Schärfste zu verurteilen. "In der Demokratie lebt die Auseinandersetzung vom Austausch von Argumenten und Ideen - gerade bei unterschiedlichen politischen Ansichtsweisen." Reker selbst war im Jahr 2015 im Wahlkampf attackiert worden. Damals rammte ihr ein Mann ein Messer in den Hals und verletzte sie lebensgefährlich.

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