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Ex-Brexit-Minister erhebt Vorwürfe gegen Deutschland und EU

London | Der ehemalige britische Brexit-Minister David Davis hat Deutschland und der EU Kompromisslosigkeit im Umgang mit dem Vereinigten Königreich vorgeworfen. "Europa war entschlossen, dafür zu sorgen, dass wir keinerlei Vorteile haben würden", sagt Davis dem "Spiegel". Während sein Land in den Brexit-Verhandlungen versucht habe, "einen guten Ausgang für alle Seiten" zu finden, habe Brüssel voll auf Härte gesetzt: "Tatsächlich sagte Frau Merkel sinngemäß, dass Großbritannien auf keinen Fall vom Brexit profitieren dürfe."

Dem von Premierministerin Theresa May ausgehandelten Deal mit der EU prophezeit Davis ein schnelles Ende. Das britische Parlament werde ihn kommende Woche ablehnen – "und er wird auch scheitern, wenn man ihn, mit ein paar kosmetischen Korrekturen, ein zweites oder drittes Mal zur Abstimmung bringt". Er halte ein Ausscheiden aus der EU ohne jeden Deal für "beherrschbar", so Davis im "Spiegel": "Gut möglich, dass wir Lkw-Staus haben werden. Wer weiß, vielleicht werden wir auch feindselige Aktionen europäischer Staaten erleben. Aber was auch immer passiert, nach einem Jahr wird sich das alles gegeben haben." Anderslautende Vorhersagen seien "Angstmachergeschichten".

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