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Annalena Baerbock auf dem Grünen Parteitag bei ihrer programmatischen Rede. Foto: Screenshot

Grüne bestätigen Baerbock als Kanzlerkandidatin

Berlin | aktualisiert | Die Grünen haben Annalena Baerbock als ihre Kanzlerkandidatin bestätigt. Die Parteivorsitzende erhielt am Samstagnachmittag 98,55 Prozent der Stimmen beim digitalen Parteitag in Berlin. Die FDP fordert von Baerbock ihr Verhältnis zur Linken zu klären und die CSU übt scharfe Kritik.

Baerbock als Grünen-Kanzlerkandidatin bestätigt

Die Grünen haben ihre Vorsitzende Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin bestätigt. Bei der Abstimmung auf dem digitalen Parteitag am Samstag erhielt sie 98,55 Prozent der abgegebenen Stimmen. 678 Deligierte stimmten für sie, es gab sechs Nein-Stimmen und vier Enthaltungen.

Ein so deutliches Ergebnis war im Vorfeld schon erwartet worden. Mit der Abstimmung wurden gleichzeitig sie und Co-Chef Robert Habeck als Spitzen-Duo bestätigt. Baerbock bekräftigte anschließend bei ihrer Dankesrede noch einmal das Bedauern über ihre Fehler der letzten Wochen, kündigte aber für den Sommer einen "neuen Aufbruch" an.

Das Abwenden der Klimakrise hob sie noch einmal hervor. "Ich trete an für dieses Zutrauen", sagte die Grünen-Vorsitzende und-Kanzlerkandidatin.

Lindner: Baerbock muss Haltung zur Linken klären

FDP-Chef Christian Lindner hat der frisch gewählten Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock gratuliert und sie aufgefordert, ihre Haltung zur Linken klarzustellen. "Frau Baerbock sollte auch Farbe bekennen bei der Frage, ob sie sich mit Hilfe der Linkspartei ins Kanzleramt wählen lassen würde", sagte er der "Rheinischen Post" (Montagausgabe). Dann könnten die Menschen entscheiden, ob sie eine solche "Linksverschiebung" wirklich möchten, sagte Lindner.

"Ich freue mich auf einen fairen Ideenwettstreit mit Frau Baerbock. Wir werden im Wahlkampf unsere eigenen Vorschläge zur Modernisierung unseres Landes einbringen - und die Grünen sollten deutlich machen, wo sie Freiheit durch mehr Verbote und Belastungen ersetzen wollen", sagte der Partei- und Fraktionschef.

Nach Baerbock-Rede heftige Kritik von der CSU

Nach der Rede von Annalena Baerbock beim Parteitag der Grünen kommt scharfe Kritik aus der CSU. Stefan Müller, der parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, sagte dem Nachrichtenportal T-Online: "Dieser Parteitag zeigt endgültig: Die Grünen wollen Deutschland täuschen. Weichgespülte Formulierungen und eine sympathieheischende Frontfrau können nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihr Programm nur der altbekannte linke Mix von Umverteilung, umfassender staatlicher Lenkung und moralisierender Besserwisserei ist."

Müller kritisierte auch die inhaltliche Ausrichtung: "Das rote Programm wurde jetzt halt grün glanzlackiert. Baerbock und Co. planen unter dem Deckmantel der Klimapolitik den Umbau unseres Landes - zulasten der hart arbeitenden Bürger."

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