Politik Nachrichten Politik Deutschland

wald_pixabay_14082019

Grüne fordern Urwald Offensive für Deutschland

Berlin | Die Grünen haben Milliarden-Investitionen zur Rettung des Waldes gefordert. "Wir wollen einen Waldzukunftsfonds von einer Milliarde Euro für die nächsten Jahre als erste Finanzspritze für den kranken Wald auflegen", heißt es in einem "Klimawaldprogramm" der Partei- und Fraktionsspitze, über das die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben) berichten. Ziel sei ein Umbau von Plantagen- und Monokulturen zu naturnahen, klimabeständigeren Mischwäldern mit hohem Laubbaumanteil.

Die Gesamtfinanzierung solle "im Rahmen eines umfassenden Waldprogramms schnellstmöglich geklärt und gesichert werden". Unterzeichner des Papiers sind die Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter, die Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck sowie führende Landespolitiker. Nach dem Dürresommer 2018 und den Hitzeperioden dieses Jahres "droht jetzt ein Waldsterben 2.0", warnen die Autoren.

Ein Waldgipfel, wie ihn Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) plane, werde diese Entwicklung nicht stoppen. "Der beste Schutz für den Wald ist, konsequent und ehrgeizig die Klimakrise zu bekämpfen", heißt es in dem Papier. "Dafür müssen in der Klimapolitik endlich alle Register gezogen werden."

Teil der Strategie seien Investitionen in naturnahe Mischwälder. Neben dem Umbau von Forstplantagen zu Ökowäldern wollen die Grünen den Aufbau solcher naturnaher Wälder mit staatlicher Unterstützung vorantreiben. Fördermittel für Waldbesitzer aus Steuergeldern müssten "an ökologische Kriterien gebunden werden, deren Umsetzung kontrolliert wird", verlangen die Grünen.

"Wer naturnahe Wälder aufbaut, wird belohnt. Wer weiter auf Baumplantagen setzt, geht leer aus." Bund, Länder und Kommunen als größte Waldbesitzer sollten mit gutem Beispiel vorangehen - und zehn Prozent ihrer Wälder der Natur überlassen. "Wir brauchen eine Urwald-Offensive in Deutschland", fordern die Verfasser. Von der nationalen Vorgabe, fünf Prozent der Waldfläche der Natur zu überlassen, sei Deutschland weit entfernt, kritisieren sie. Zur Sicherung dieser Flächen solle die Bundesregierung einen "ausreichend finanzierten Wildnisfonds einrichten". Außerdem will die Grünen-Spitze das Waldgesetz ändern, um eine ökologische Bewirtschaftung der Wälder zu garantieren. Der Einsatz von Pestiziden müsse auf "streng begrenzte außergewöhnliche Notfälle" beschränkt bleiben. Und auch der Tierbestand soll reguliert werden. Wörtlich heißt es: "Wir wollen Dauerwälder und Wälder mit viel Struktur, mit Bäumen unterschiedlichen Alters und mit nur so viel Wild, dass neue Bäume ohne aufwändige Schutzmaßnahmen vor Verbiss nachwachsen können." Darüber hinaus schlagen die Grünen einen "Holzsparplan" vor, damit weniger Papier und Holzprodukte hergestellt würden. Holz müsse vor allem für langlebige Produkte - besonders als Baumaterial - verwendet werden.

Zurück zur Rubrik Politik Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Politik Deutschland

flug_12082018-50

Berlin | Risiken durch Drohnen im Flugverkehr alarmieren die Bundesregierung. Laut eines Berichts der "Süddeutschen Zeitung" hat das Bundesverkehrsministerium die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen mit einem Aktionsplan zur Kontrolle und Abwehr von Drohnen beauftragt. Die Behörde, die den Flugverkehr in Deutschland kontrolliert, soll eine "systematische Drohnendetektion" an Flughäfen sicherstellen.

Berlin | Finanzminister Olaf Scholz hat seine Kandidatur für den SPD-Vorsitz bestätigt und begründet sie mit der mangelnden Bereitschaft prominenter Genossen, anzutreten. Auch eine mögliche Kanzlerkandidatur schließt er nicht aus. "Natürlich hat mich die Debatte über die Frage bewegt, warum aus der Spitze der Partei keiner antritt. Es tut der SPD nicht gut, wenn es so rüberkommt, als ob sich keiner traut. Das stimmt ja nicht. Auch nicht für mich", sagte Scholz der "Bild am Sonntag".

Berlin | Der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) kurz vor der dortigen Landtagswahl aufgefordert, sich stärker von der Bundes-CDU abzugrenzen.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >