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Grüne rücken von Forderung nach Verbot von Verbrennungsmotoren ab

Berlin | Die Grünen haben Kompromissbereitschaft bei ihrer Forderung nach einem Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2030 signalisiert. "Uns Grünen geht es nicht um den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor, sondern um das emissionsfreie Auto", sagte der stellvertretende Fraktionschef im Bundestag und Verkehrsexperte, Oliver Krischer, der "Welt". "Wenn beispielsweise klimaneutrale synthetische Kraftstoffe das Erdöl in einem Verbrennungsmotor ersetzen, ist uns das Willkommen."

Erste entsprechende Ankündigungen der Autoindustrie gebe es ja bereits. Im Bundestagswahlkampf hatten die Grünen noch gefordert, dass ab 2030 keine neuen Autos mit Verbrennungsmotor mehr für den Straßenverkehr zugelassen werden dürfen. Im Wahlprogramm der Partei heißt es: "Ab 2030 sollen nur noch abgasfreie Autos neu zugelassen werden. Das Zeitalter der fossilen Verbrennungsmotoren ist dann zu Ende." Die Forderung nach einem Verbot von Verbrennungsmotoren hätte zur Hürde bei möglichen Koalitionsverhandlungen mit der Union und der FDP werden können, da beide potenziellen Partner eine solche Regelung klar ablehnen. Die FDP erneuerte ihre klare Absage an einen solchen erzwungenen Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor.

"Das Verbot des Verbrennungsmotors ist ein gefährlicher Irrweg", sagte Fraktionsvize Michael Theurer der "Welt". Die ökologischen Probleme der Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos vom CO2-Fußabdruck bei der Herstellung bis zu ungelösten Entsorgungsfragen seien immens. "Statt auf Fahr- und Technikverbote setzt die FDP auf Technologieoffenheit."

Die Mobilität der Zukunft liege in einem Miteinander von Elektromobilität und optimierten Verbrennungsmotoren. "Hinzu kommt das Potenzial synthetischer Kraftstoffe sowie der Brennstoffzellen-Wasserstoff-Technologie", sagte Theurer.

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