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Immobilienwirtschaft: Altmaier-Vorstoß rettet Innenstädte nicht

Berlin | Der Vorstoß von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zur Rettung der Innenstädte ist in der deutschen Immobilienwirtschaft auf ein verhaltenes Echo gestoßen. "Eine grundlegende Digitalisierung auch bei kleinen Läden ist ein `Muss`, kein `Kann`", sagte Andreas Ibel, Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmer (BFW), dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Dienstagausgaben). "Eine solche Einzelmaßnahme wird jedoch keinesfalls die Verödung der Innenstädte aufhalten", so Ibel weiter.

Hier bedürfe es eines ganzen Bündels an Maßnahmen, die die Kommunen in Kooperation mit dem Handel und der Gastronomie anpacken müssten, forderte der Verbandsvertreter. Dazu zählten flexiblere Öffnungszeiten, kostenfreie Parkplätze, bessere Anbindung durch den Nahverkehr sowie unbürokratische Lösungen bei der Nutzung öffentlicher Flächen für die Gastronomie. "Covid-19 hat eine Entwicklung beschleunigt, die sich schon seit Jahren abgezeichnet hat", sagte Ibel.

"Jetzt gilt es, alle Kräfte zu bündeln, damit es nicht zu einer Kettenreaktion kommt. Denn eine gute Lage wird mit jeder Schließung unattraktiver." Auch Carolin Hegenbarth, Bundesgeschäftsführerin des Immobilienverbandes Deutschland, wies auf den langfristigen Trend hin.

"Der Onlinehandel greift seit mehr als zehn Jahren die Konsumausgabenanstiege der Verbraucher ab", sagte Hegenbarth dem RND. "Viele Einzelhändler haben bereits darauf reagiert, indem sie einen Teil ihrer Services nur noch online anbieten und ihren Flächenbedarf reduzieren. Insofern beschreibt der Vorstoß vom Bundeswirtschaftsminister einen Trend, der dem Ladensterben in den Innenstädten in gewisser Weise Einhalt gebieten könnte", so Hegenbarth weiter.

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