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Innenministerium: Anschlagsserie in Deutschland wegen Afrin-Konflikt

Berlin | Der Kampf um das belagerte Afrin im nordsyrischen Kurdengebiet zieht eine beispiellose Serie von Gewalttaten in Deutschland nach sich. Seit Beginn der türkischen Bodenoffensive am 20. Januar wurden in Deutschland mindestens 60 Anschläge verübt, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung".

Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer (CSU), sprach in der Zeitung von einer "deutlichen Zuspitzung" im kurdisch-extremistischen Milieu: "Die Anschlagsserie hat eine neue Dimension. Das ist in höchstem Maße besorgniserregend." In vielen Fällen waren es Brandanschläge auf Gebäude und Fahrzeuge. Die Täter solidarisieren sich mit den Kurden in Afrin.

Das Bundesinnenministerium teilte der Zeitung mit, bei den Tätern handle es sich um "Kleinstgruppen von drei bis fünf Personen", die örtlich agierten. Derzeit sei eine "verstärkte Solidarisierung" der linksextremistischen Szene mit kurdisch-extremistischen Gruppen feststellbar. Am kommenden Dienstag sollen die Erkenntnisse der Sicherheitsbehörden in der nachrichtendienstlichen Lage im Kanzleramt besprochen werden.

Mayer sprach von einer wachsenden Szene. "Vor allem junge Leute schließen sich den Extremisten an. Die Jugendorganisationen der kurdischen Extremisten konzertieren ihre Aktionen stärker", sagte der CSU-Politiker der Sonntagszeitung.

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