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Krawalle bei Anti-G20-Demo "Welcome to Hell" in Hamburg

Hamburg | Bei der Anti-G20-Demonstration "Welcome to Hell" in Hamburg ist es am Donnerstagabend zu Krawallen gekommen. Demonstranten griffen Einsatzkräfte mit Latten, Eisenstangen und Flaschen an, teilte die Polizei mit. Ein Polizeipressesprecher sei bedrängt und attackiert worden und habe sich in einen Rettungswagen flüchten müssen.

Die Beamten setzten Wasserwerfer und Pfefferspray ein. Zuvor hatte die Polizei den Demonstrationszug am Fischmarkt blockiert: Etwa 1.000 Teilnehmer seien vermummt gewesen und hätten sich geweigert, die Vermummung abzulegen. Daraufhin habe man versucht, den "Schwarzen Block" vom Rest der Demonstranten zu trennen.

Kurz nach 20:00 Uhr erklärten die Veranstalter die Demo, an der sich laut Polizei rund 12.000 Menschen beteiligt hatten, für beendet. Dennoch kam es weiter zu Protesten und Ausschreitungen, nach Polizeiangaben wurden unter anderem Gegenstände auf den Straßen angezündet, gewaltbereite G20-Gegner hätten sich mit Gerüstteilen und Steinen ausgestattet. Vereinzelt wurden den Beamten zufolge Scheiben von Geschäften beschädigt, auch Einsatzwagen seien angegriffen worden.

Auf Livebildern war zu sehen, dass Verletzte versorgt und von Sanitätern weggetragen wurden. Offizielle Angaben zur Zahl der Verletzten gab es zunächst nicht.

Musiker Konstantin Wecker ruft zu Teilnahme an Demo gegen G20 auf

Der Liedermacher Konstantin Wecker hat zur Teilnahme an einer Großdemonstration gegen den G20-Gipfel am Samstagvormittag in Hamburg aufgerufen. Dabei wandte er sich klar gegen die Kriminalisierung des Protests: "Wenn man Angst hat vor gewalttätigen Extremisten, dann darf man die 20 gewalttätigen Extremisten nicht einladen", sagte er in Anspielung auf die Staatschefs, die in Hamburg tagen, der Tageszeitung "Junge Welt". "Das sind die Gewalttäter", so Wecker.

Es gehe "um nichts anderes als um einen wild gewordenen Finanzkapitalismus, der um sich schlägt", was sich im "Krieg gegen Flüchtlinge" zeige. Anstatt die Fakten zu benennen, "stilisiert man hier eine eventuell kaputtgegangene Fensterscheibe zur großen Gewalt hoch", sagte der Musiker. Für ihn sei es eine große Freude, dass in Hamburg "so viele Leute den Mut haben, Widerstand zu leisten und auch aus ihrer Bequemlichkeit heraustreten und sagen: Moment mal, vielleicht geht es mir ganz gut, aber ich möchte auch, dass es allen Menschen auf der Welt gut geht."

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