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Neue Ungereimtheiten im Fall der AfD-Großspende

Berlin | Im Zusammenhang mit einer mutmaßlich illegalen Geldspende an die AfD gibt es neue Ungereimtheiten. Dem Eindruck, dass Geldflüsse verschleiert werden sollen, habe die AfD auf Nachfrage nichts entgegenzusetzen gehabt, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Bei der Spende handelt es sich um 130.000 Euro, die 2017 in mehreren Tranchen auf das Konto des Kreisverbandes der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel geflossen waren.

Erst war von einem Spender aus der Schweiz die Rede gewesen, nun soll das Geld von mehreren EU-Bürgern stammen. Das macht die Sache allerdings noch nebulöser: Wären die Spender EU-Bürger, hätten sie sich mit dem Umweg über die Schweiz unnötig Ärger aufgehalst. EU-Bürger können bis zu 10.000 Euro an deutsche Parteien spenden, ohne dass ihre Namen öffentlich werden.

Der Bundesgeschäftsführer der AfD, Hans-Holger Malcomeß, fand auf Nachfrage der FAS keine Erklärung für den Vorgang: "Ich habe keine Theorie dazu." Malcomeß bestätigte auch, dass die AfD der Bundestagsverwaltung mindestens eine weitere Liste mit Namen übermittelt hat; noch mal Unterstützer, diesmal für einen AfD-Landtagskandidaten. Deren Geld sollen ebenfalls über die Schweiz gekommen sein.

Aus der Bundestagsverwaltung hieß es, man prüfe die Sachverhalte derzeit sehr genau und stehe in Kontakt mit Ermittlungsbehörden, unter anderem der in Konstanz.

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